rss facebook
RSS-Feed abonnieren Fan werden auf facebook

Neuer Objektivhersteller Irix bringt 15mm f/2.4 mit einigen Besonderheiten

In den letzten Jahren sind zahlreiche neue Objektivmarken auf der Bildfläche erschienen, häufig mit Nischenprodukten. Manche haben sich etabliert, andere sind nach ein oder zwei Produkten wieder aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwunden. Viele dieser Marken kamen aus Asien, wo natürlich auch die Produkte von Branchengrößen wie Canon und Nikon gefertigt werden. Es kommt allerdings nicht alle Tage vor, dass sich ein neuer Anbieter aus Europa auf den Markt traut, da hier vor allem alte Namen wie Zeiss, Leica und Schneider-Kreuznach dominieren. Vor einigen Tagen hat nun jedoch die (noch junge) Schweizer TH Swiss AG das erste Objektiv ihrer neuen Marke Irix vorgestellt, das Irix 15 mm f/2.4 für Vollformatkameras von Canon, Nikon und Pentax.

Das Irix 15mm f/2.4 ist mit interessanten Ausstattungsmerkmalen versehen - © Irix

Das Irix 15mm f/2.4 ist mit interessanten Ausstattungsmerkmalen versehen – © Irix

Schweizer Design und koreanisches Fertigungs-Know-how

Was hat es also mit Irix auf sich? Das neue Objektiv scheint gemeinsam mit einem Hersteller aus Südkorea entwickelt worden zu sein. Laut Pressetext handelt es sich um „Schweizer Präzision und koreanische Innovation“. Das muss keine schlechte Voraussetzung sein, bestechen doch die Objektive von Samyang (hierzulande auch als Walimex vertrieben) durch eine hohe optische Qualität. Doch verlässt man sich nicht allein auf optische Qualitäten, sondern stattet das Irix 15mm f/2.4 zudem mit einigen Besonderheiten aus, die es von Mitbewerbern abheben soll.

Alleinstellungsmerkmale

Bereits die Brennweite von 15 mm ist in Verbindung mit einer hohen Lichtstärke von 1:2,4 nicht häufig anzutreffen. Hier gibt es bislang vor allem teure Objektive der Kamerahersteller wie das Nikon AF Nikkor 14 mm/2,8 D ED oder günstige Alternativen wie das Walimex Pro 14 mm 1:2,8, welche jedoch eine halbe Blendenstufe weniger Licht einzufangen vermögen.
Wie auch andere Objektive mit einem solch starken Weitwinkel, richtet sich das Irix 15mm f/2.4 in erster Linie an Landschaftsfotografen, weshalb das Fehlen eines Autofokus wohl zu verschmerzen ist. Dass die TH Swiss AG die Bedürfnisse ihrer Klientel genau studiert hat, zeigen jedoch einige sinnvolle Neuerungen. Die Funktion „Focus lock“ etwa erlaubt es, die eingestellte Fokussierung zu fixieren und so ein unbeabsichtigtes Wandern der Fokusebene zu verhindern. Auf unendlich lässt sich intuitiv fokussieren, da der sogenannte „Infinity click“ ein spürbares Einrasten bei dieser Entfernung bietet. Eine zusätzliche Skala auf dem Objektivtubus gibt auf einen Blick Auskunft über die hyperfokale Entfernung und somit die blendenabhängige Schärfentiefe. Eine weitere Besonderheit: Filter lassen sich entweder vorne auf das Objektiv schrauben (mit 95 mm Durchmesser) oder aber auf der Rückseite als Gelfilter (30 mm x 30 mm) einschieben.
Darüber hinaus soll das Irix 15mm f/2.4 durch ein äußerst hohes Auflösungsvermögen besonders für Kameras mit Bildsensoren jenseits der 50 Megapixel geeignet sein. Abgerundete Blendenlamellen und eine Abdichtung gegen Staub und Feuchtigkeit runden das Paket ab.

Das irix 15mm f/2.4 erscheint in den Varianten Blackstone und Firefly - © Irix

Das irix 15mm f/2.4 erscheint in den Varianten Blackstone und Firefly – © Irix

Zwei Varianten

Im Normalfall erscheinen Objektive zwar mit verschiedenen Bajonetten, um an entsprechenden Kamerasystemen eingesetzt zu werden. Doch das reicht der TH Swiss AG offensichtlich nicht und so macht die Marke Irix auch hier etwas anders: Vom neuen Objektiv wird es zwei Ausstattungsvarianten geben. Die günstigere Version mit dem Namen „Firefly“ legt Wert auf ein möglichst geringes Gewicht (581 g mit Nikon-Bajonett) und soll sich vor allem an Reisefotografen richten. Die Version „Blackstone“ (653 g) hingegen setzt auf besonders hochwertige Verarbeitung und Haltbarkeit mit einem Gehäuse aus Aluminium und Magnesium. Die Markierungen am Objektiv sind eingraviert und mit fluoreszierender Farbe lackiert, um die Verwendung bei schlechten Lichtverhältnissen zu erleichtern.

Preise und Verfügbarkeit

Das Irix 15mm f/2.4 soll bereits im April ausgeliefert werden und zu Preisen von 549 € (Firefly) bzw. 699 € (Blackstone) verfügbar sein.

Irix 15mm Blackstone mit fluoriszierenden Markierungen

Das Irix Blackstone verfügt über fluoreszierende Markierungen – © Irix


Endlich wieder verfügbar: das HARMAN Direktpositivpapier ist zurück!

Harman Direct Positive Paper FB Baryt Caffenol Residenz München

Residenz München (2012) – auf HARMAN Direct Positive Paper FB

Diese Woche erreichen uns fantastische Neuigkeiten aus dem Vereinigten Königreich. Nachdem wir bereits vor drei Jahren mit dem tollen HARMAN Direktpositivpapier gearbeitet hatten, war dieses leider seit April des vergangenen Jahres nicht mehr lieferbar. Ein wichtiger Zulieferer, die ILFORD Imaging Switzerland GmbH, hatte den Betrieb eingestellt und so musste HARMAN für die Emulsion eine neue Produktion in seinem Werk in Mobberley aufbauen. Auf der letztjährigen Photokina konnte man uns noch nicht sagen, ob dies geingen würde. Inzwischen ist dies allerdings geglückt und so wird das Direct Positive Paper FB bereits ab Mitte Juli hierzulande wieder verfügbar sein.
Wir freuen uns darauf, endlich mit der HARMAN TiTAN 8×10″-Lochkamera und diesem Papier arbeiten zu können.


Pinhole Day 2015 – Weltweiter Tag der Lochkamerafotografie

Wenn der April sich dem Ende neigt, ist es wieder an der Zeit für den jährlichen Pinhole Day.

Am 26. April 2015 wird zum 15. Mal das Fotografieren mit einer Lochblende weltweit zelebriert. Wer teilnehmen möchte, muss nichts weiter tun, als am letzten Aprilsonntag mit einer Camera Obscura zu fotografieren. Ganz egal, ob die Lochkamera selbstgebaut oder gekauft, analog oder digital ist. In zahlreichen Städten werden Veranstaltungen zum Pinhole Day angeboten.

Harman Titan Lochkamera Pinhole Camera Obscura Altstadt Bamberg Fluss 4x5

Altes Rathaus Bamberg, Deutschland (2012), Lochkamerafotografie mit HARMAN TiTAN 4×5 – © Überlicht

Mit dem Upload einer Lochkameraaufnahme kann jeder Fotograf zur weltweiten Bildergalerie auf der Website des Worldwide-Pinhole-Photography-Day seinen Beitrag leisten.

Zusammenfassung:

Zeitpunkt: 26. April 2015
Ort: weltweit
Anlass: Würdigung der Lochkamerafotografie

Teilnahme:

Voraussetzung: Lochkamerafotografie vom 26. April 2015
Eckdaten: Jpeg, max. 700 Pixel Kantenlänge, max. 180 KB Dateigröße
Einsendung: Upload auf der Website des WPPD
Teilnahmeschluss: 31. Mai 2015

Pinhole Day 2015, Tag der Lochkamerafotografie, John Neel, WPPD

Worldwide Pinhole Photography Day (2015) – © John Neel, Quelle: pinholeday.org


Die Nikon D750 und das Raster des Schreckens

Vor einigen Wochen haben wir uns die Nikon D750 als Zweitkamera zur D800 zugelegt. Da es immer wichtig ist, neues Equipment abseits bezahlter Aufträge auf mögliche Schwächen zu untersuchen, haben wir beide Kameras in einem kleinen Testshooting nebeneinander ausprobiert. Schönes, abendliches Gegenlicht sorgte für nettes Streulicht und ein Strickpullover aus den 80er Jahren für das passende Styling.

Foto aus dem Testshooting mit der Nikon D750

Unbearbeitete Aufnahme aus dem Testshooting mit der Nikon D750 (ISO 100, f/2, 1/640 s) – © Überlicht (AR)

Was macht das Raster da auf unseren Fotos?

Zurück vorm Computer schickten wir die Fotos durch unsere Bearbeitungsroutine, wie nach jedem Shooting. Dazu verwenden wir meistens Nikon Capture (aktuell in der Version NX-D) zum Anpassen und Konvertieren der NEF-Daten sowie anschließend Adobe Photoshop für die weitere Bearbeitung und Retusche. Hier fiel uns beim obenstehenden Foto aus der Nikon D750 ein unschönes Raster in der vergrößerten Ansicht auf.

Raster Foto Nikon D750 auf 100 und 200 Prozent

Bei 100 % ist das Raster im unbearbeiteten Foto nicht sonderlich deutlich sichtbar, bei 200 % schon. – © Überlicht

Ob es sich um helle Punkte auf dunklem Hintergrund oder dunkle Linien auf hellem Hintergrund handelt, darf jeder selbst entscheiden. Beim Durchsehen der übrigen Aufnahmen mussten wir allerdings feststellen, dass gleich mehrere Fotos von diesem Raster überzogen waren. Daher kontaktierte ich den Nikon Professional Service, der sich den Fehler umgehend ansah und bestätigte, dass so etwas nicht auftreten sollte. Inzwischen hatten wir allerdings auch die Fotos aus der Nikon D800 bearbeitet und mussten zu unserem Entsetzen feststellen, dass auch diese zum Teil vom gleichen Phänomen betroffen waren.

Foto aus dem Testshooting mit der Nikon D800

Unbearbeitete Aufnahme aus dem gleichen Testshooting mit der Nikon D800 (ISO 200, f/2,8, 1/250 s) – © Überlicht (AR)

Foto mit Raster aus der Nikon D800 auf 100 und 200 Prozent

Auch bei der D800-Aufnahme ist das Pixelraster auf 200 %-iger Vergrößerung deutlich sichtbar. – © Überlicht

Zieht man in der Nachbearbeitung die Kontraste an, ist das Muster noch viel deutlicher sichtbar als auf den hier gezeigten, unbearbeiteten Aufnahmen. Sieht man sich allerdings die von der Kamera mitgespeicherten Jpegs an, ist das Raster dort (wahrscheinlich durch die hohe Komprimierung) deutlich geringer ausgeprägt.

Ab ins Studio und „Spot an“

Nun waren wir uns nicht ganz sicher, ob an dem Tag des Testshootings merkwürdiges Licht oder andere ungünstige Faktoren unsere Kameras durcheinander gebracht hatten. Um das herauszufinden, mussten wir ausprobieren, ob sich diese Bildstörung reproduzieren lässt. Dazu bauten wir einen Studioblitz auf und ließen diesen in einem ähnlichen Winkel Licht ins Objektiv werfen, wie auf den problematischen Fotos.

Testaufnahme aus dem Studio mit der Nikon D750 und Raster

Unbearbeitete Aufnahme mit Studioblitz und Nikon D750 (ISO 100, f/2, 1/160 s) – © Überlicht (AR)

Im Studio mit der Nikon D750 nachgestellte Aufnahme

Auch auf der im Studio nachgestellten Aufnahme wird das Raster deutlich sichtbar. – © Überlicht

Und auch unter kontrollierten Bedingungen wurde auf mehreren Aufnahmen wieder das unschöne Punktmuster sichtbar. Damit steht fest: der Fehler muss an den Kamerasensoren liegen. Doch was könnte der Grund für dieses unschöne Muster sein? Vielleicht kommt es so zustande: In einem bestimmten, flachen Winkel eintreffendes Licht bricht sich in den Mikrolinsen des Sensors derart, dass diese als helle Punkte im Foto sichtbar werden. Das ist allerdings nur geraten. Vielleicht gibt es auch eine ganz andere Erklärung dafür.

Abhilfe in der Entwicklung

Was auch immer der Grund sein mag – Fotos mit einem solchen Raster möchte man an keinen Kunden herausgeben. Die betroffenen Fotos öffneten wir daher sowohl mit Nikon Capture NX-D, als auch mit dem älteren NX2 (welches nur mit den Daten der D800 kompatibel ist). Doch in beiden Programmen war das Raster ebenso deutlich sichtbar. Daher probierten wir es auch mit Adobe Lightroom 5.7, das wir sonst hauptsächlich für Raw-Daten anderer Kamerahersteller verwenden. Und siehe da: ein Großteil des störenden Musters wird durch Lightroom entfernt, nur in dunklem Bildbereichen (etwa am Nasenloch) kann man es noch erkennen. Zudem wirkt das Foto insgesamt schärfer und detailreicher, das Raster scheint sich auch in dieser Hinsicht negativ auf die Bildqualität auszuwirken.

Nikon D750 Raster in Capture NX-D und Adobe Lightroom 5.7

Bei der Konvertierung mit Adobe Lightroom 5.7 wird ein Großteil des unschönen Rasters entfernt – © Überlicht

Das ist natürlich keine rundum befriedigende Lösung, da das Grundproblem weiterhin existiert. Auf stimmungsvolle Gegenlichtaufnahmen möchten wir schließlich genauso wenig verzichten wie auf die tolle Objektivkorrektur (Verzeichnung, CAs) von Nikon Capture NX-D. Wenn die Fotos allerdings gerettet werden müssen, leistet Lightroom wertvolle Hilfe. Und wer weiß, vielleicht bekommen Nikons Ingenieure und Programmierer das Problem auch bald in den Griff. Denn es würde mich doch sehr wundern, wenn wir die einzigen Fotografen sind, denen das Problem auffällt. Auch wenn ich zugeben muss, dass wir ihm in über zwei Jahren mit der Nikon D800 bislang selbst nicht begegnet waren.


Firmware-Update für Nikon D750 und D810

Für die Modelle Nikon D750 und D810 wurden heute neue Firmwareversionen vorgestellt

Für die Modelle Nikon D750 und D810 wurden heute neue Firmwareversionen vorgestellt – © Nikon

Heute wurden von Nikon zwei Firmware-Updates für die Modelle D750 und D810 veröffentlicht. Damit werden bei beiden Kameras kleinere Probleme bei der Tonaufzeichnung sowie der 4K-Videowiedergabe behoben. Bei der D810 ist zudem die Korrektur eines Darstellungsfehlers auf dem Display zu vermelden, bei der Nikon D750 soll es nun nicht mehr zu Überbelichtungen bei automatischer FP-Kurzzeitsynchronisation und gleichzeitig aktivierter ISO-Automatik kommen.

Die Firmwares können direkt auf der Website von Nikon heruntergeladen werden, wo man auch eine Installationsanleitung findet. Die Nikon D750 wird damit auf Version C 1.01 gebracht, die Nikon D810 auf Version C 1.02.


Fisheyeobjektiv für Vollformatkameras von walimex pro vorgestellt

Als Anbieter hochwertiger Objektive und anderen Foto- und Videozubehörs hat sich walimex pro in den vergangenen Jahren einen Namen gemacht. Heute wurde mit dem walimex pro 12/2,8 Fish-Eye das Portfolio im ein Fischaugen-Objektiv für Vollformatkameras erweitert.

walimex 12/2,8 fisheye-objektiv vollformat

walimex pro 12/2,8 Fish-Eye-Objektiv für Vollformatkameras von Canon und Nikon – © walimex pro

Anders als ein normales Superweitwinkelobjektiv bildet es das Motiv mit deutlicher Verzeichnung ab. Diesen Effekt kann man gezielt einsetzen, etwa in der Sportfotografie ist er hin und wieder anzutreffen. Das walimex pro 12 mm 1:2,8 verfügt zwar über keinen Autofokus, jedoch über eine aufwendige optische Konstruktion mit zwei asphärischen Linsen für eine farbtreue und kontrastreiche Wiedergabe. Eine zusätzliche Nanovergütung, wie man sie von hochwertigen Nikon-Objektiven kennt, reduziert Reflektionen und somit auch Lens Flares. Es verfügt über eine Offenblende von f/2,8, eine Naheinstellgrenze von lediglich 20 cm und deckt einen Bildwinkel von 180° ab. Ein Filtergewinde ist, wie bei anderen Fisheyeobjektiven auch, aufgrund des großen Bildwinkels und der gewölbten Frontlinse nicht vorhanden.

Preise, Varianten und Verfügbarkeit

Das walimex pro 12/2,8 Fish-Eye soll ab sofort mit Anschlüssen für Nikon- und Canon-Kameras zu einem Preis von 549 € verfügbar sein. Versionen mit Anschluss für Fuji X, Canon M, Pentax K, Sony Alpha, Sony E, Four Thirds, MFT und Samsung NX sollen in absehbarer Zeit folgen.
Für 649 € gibt es zudem eine Videovariante des Objektivs, bei dem Blenden- und Fokusring mit einem Zahnkranz ausgestattet sind, was die Verwendung in einem professionellen Rigsystem erleichtert. Im walimex pro 12/3,1 Fish-Eye kommt der gleiche optische Aufbau wie im Fotoobjektiv zum Einsatz, die Blende lässt sich jedoch stufenlos verstellen (was beim Filmen für ein weiches Abblenden wichtig ist).

walimex video fishe-eye-objektiv 12 mm 2,8

Die Videovariante heißt 12/3,1 Fish-Eye VDSLR und ist mit Zahnkränzen an Fokus- und Blendenring ausgestattet – © walimex pro