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Firmware-Update für Nikon D750 und D810

Für die Modelle Nikon D750 und D810 wurden heute neue Firmwareversionen vorgestellt

Für die Modelle Nikon D750 und D810 wurden heute neue Firmwareversionen vorgestellt – © Nikon

Heute wurden von Nikon zwei Firmware-Updates für die Modelle D750 und D810 veröffentlicht. Damit werden bei beiden Kameras kleinere Probleme bei der Tonaufzeichnung sowie der 4K-Videowiedergabe behoben. Bei der D810 ist zudem die Korrektur eines Darstellungsfehlers auf dem Display zu vermelden, bei der Nikon D750 soll es nun nicht mehr zu Überbelichtungen bei automatischer FP-Kurzzeitsynchronisation und gleichzeitig aktivierter ISO-Automatik kommen.

Die Firmwares können direkt auf der Website von Nikon heruntergeladen werden, wo man auch eine Installationsanleitung findet. Die Nikon D750 wird damit auf Version C 1.01 gebracht, die Nikon D810 auf Version C 1.02.


Fisheyeobjektiv für Vollformatkameras von walimex pro vorgestellt

Als Anbieter hochwertiger Objektive und anderen Foto- und Videozubehörs hat sich walimex pro in den vergangenen Jahren einen Namen gemacht. Heute wurde mit dem walimex pro 12/2,8 Fish-Eye das Portfolio im ein Fischaugen-Objektiv für Vollformatkameras erweitert.

walimex 12/2,8 fisheye-objektiv vollformat

walimex pro 12/2,8 Fish-Eye-Objektiv für Vollformatkameras von Canon und Nikon – © walimex pro

Anders als ein normales Superweitwinkelobjektiv bildet es das Motiv mit deutlicher Verzeichnung ab. Diesen Effekt kann man gezielt einsetzen, etwa in der Sportfotografie ist er hin und wieder anzutreffen. Das walimex pro 12 mm 1:2,8 verfügt zwar über keinen Autofokus, jedoch über eine aufwendige optische Konstruktion mit zwei asphärischen Linsen für eine farbtreue und kontrastreiche Wiedergabe. Eine zusätzliche Nanovergütung, wie man sie von hochwertigen Nikon-Objektiven kennt, reduziert Reflektionen und somit auch Lens Flares. Es verfügt über eine Offenblende von f/2,8, eine Naheinstellgrenze von lediglich 20 cm und deckt einen Bildwinkel von 180° ab. Ein Filtergewinde ist, wie bei anderen Fisheyeobjektiven auch, aufgrund des großen Bildwinkels und der gewölbten Frontlinse nicht vorhanden.

Preise, Varianten und Verfügbarkeit

Das walimex pro 12/2,8 Fish-Eye soll ab sofort mit Anschlüssen für Nikon- und Canon-Kameras zu einem Preis von 549 € verfügbar sein. Versionen mit Anschluss für Fuji X, Canon M, Pentax K, Sony Alpha, Sony E, Four Thirds, MFT und Samsung NX sollen in absehbarer Zeit folgen.
Für 649 € gibt es zudem eine Videovariante des Objektivs, bei dem Blenden- und Fokusring mit einem Zahnkranz ausgestattet sind, was die Verwendung in einem professionellen Rigsystem erleichtert. Im walimex pro 12/3,1 Fish-Eye kommt der gleiche optische Aufbau wie im Fotoobjektiv zum Einsatz, die Blende lässt sich jedoch stufenlos verstellen (was beim Filmen für ein weiches Abblenden wichtig ist).

walimex video fishe-eye-objektiv 12 mm 2,8

Die Videovariante heißt 12/3,1 Fish-Eye VDSLR und ist mit Zahnkränzen an Fokus- und Blendenring ausgestattet – © walimex pro


Keine weißen Wände mehr – WhiteWall-Produkttest

Was wäre die Fotografie ohne Ausbelichtung respektive Fine-Art-Print? Womit würden wir unsere Wände schmücken? Und nein, digitale Bilderrahmen sind keine Alternative…

Originalfoto San Francisco Skyline für WhiteWall-Produkttest

Unser Originalfoto der Skyline von San Francisco, das wir für den Produkttest bei WhiteWall hochgeladen haben. – © Überlicht

WhiteWall

Mittlerweile gibt es glücklicherweise viele Anbieter, die digitale Fotos zu Papier bringen. Einer der bekanntesten, WhiteWall, hat uns vor gut zwei Wochen gefragt, ob wir Lust auf einen Produkttest hätten. Da wir vor einigen Jahren bereits gute Erfahrungen mit dem Fachlabor gemacht hatten und großformatige Ausbelichtungen lieben, haben wir spontan Ja gesagt.

WhiteWall Test Foto-Abzug auf Alu-Dibond

Wenige Tage nach der Bestellung wurde der Foto-Abzug auf Alu-Dibond schon geliefert. – © Überlicht (MB)

Bestellung

So haben wir vergangene Woche eines unserer Lieblingsmotive der Skyline von San Francisco herausgepickt, auf der WhiteWall-Website hochgeladen, das gewünschte Produkt (Echter Fotoabzug auf Alu-Dibond) und millimetergenau die passende Größe gewählt. Während des Bestellprozesses hat man verschiedene Ausfertigungsoptionen. Bei Ausbelichtungen kann man beispielsweise zwischen verschiedenen Papieren wählen. Wir haben uns für Kodak Pro Endura mit matter Schutzlaminierung entschieden. Anschließend hat es keine vier Tage gedauert, bis ein großes, flaches Paket per UPS geliefert wurde.

Detail Ecke Kaschierung auf Alu-Dibond  mit Schutzlaminierung matt

Detail einer Ecke der Kaschierung auf Alu-Dibond mit matter Schutzlaminierung. – © Überliciht (MB)

Detail Oberfläche Struktur Schärfe WhiteWall

Detailaufnahme der Oberfläche mit matter Schutzlaminierung. – © Überlicht (MB)

Detail Aufhängungssystem Schiene von WhiteWall

Das Aufhängungssystem besteht aus einer umlaufend angebrachten Schiene. So kann das Bild mit gleichmäßigem Abstand zur Wand stabil aufgehängt werden. – © Überlicht (MB)

Fazit

Der Bestellvorgang war unkompliziert und übersichtlich, die Qualität des Produkts ist einwandfrei und absolut farbgetreu. Gut finden wir auch die Produktvielfalt sowie die Wahlmöglichkeiten bei den Papieren. Das integrierte Aufhängungssystem bei Alu-Kaschierung macht einen sehr guten Eindruck und wird die Hängung definitiv erleichtern. Produktion und (Standard-)Versand waren sehr schnell. Dank der vorbildlichen Verpackung ist das gute Stück unversehrt bei uns angekommen. Erfreulich ist außerdem, dass die Lieferung inzwischen zuverlässig entweder per DHL oder UPS erfolgt, nachdem es früher gelegentlich Ärger mit DPD gegeben hatte. Wir können WhiteWall folglich uneingeschränkt empfehlen.

Foto-Geschenke zu Weihnachten

Gute Nachrichten gibt es für alle, die noch keine Weihnachtsgeschenke haben: Bei Bestellung bis 16.12. garantiert WhiteWall die Lieferung pünktlich zum Fest. Hier geht es zum gesamten Angebot von WhiteWall.

Ausbelichtung auf Alu-Dibond matt von WhiteWall im Test

Wir sind mit der Ausbelichtung und Kaschierung rundum zufrieden und haben sicher nicht zum letzten Mal bei WhiteWall bestellt. – © Überlicht (MB)


Aller guten Dinge sind drei: Lomography LC-A 120, Lomo’Instant und Lomography Petzval Art Lens

Am Photokinastand von Lomography ging es gewohnt bunt zu und die Kultmarke wartete gleich mit drei Neuheiten auf, die wir uns genauer angesehen und zum Teil auch kurz getestet haben.

Lomography LC-A 120

Mit der Lomo LC-A fing im Jahr 1990 alles an. Die kompakte Kleinbildkamera begeistert bis heute durch ihre charakteristisch unperfekten, bunten Bilder und hat nun eine große Schwester bekommen. Die Lomography LC-A 120 ist ihrem Vorbild wie aus dem Gesicht geschnitten und besitzt alle Funktionen und Attribute, die bereits aus der LC-A+ bekannt sind. Mit einem Schiebemechanismus auf der Vorderseite wird das Objektiv (38 mm f/4,5) geöffnet. Laut Lomography ist die LC-A 120 die kleinste Mittelformatkamera mit Belichtungsautomatik.

Mittelformatkamera Lomo LC-A 120

Eine von 500 Lomography LC-A 120 Mittelformatkameras – © Überlicht (AR)

Sie verfügt außerdem über ein Stativgewinde, 4-Zonen-Fokus, Möglichkeiten für Mehrfach- sowie Langzeitbelichtungen, Kabelauslöseranschluss, Blitzschuh und kommt natürlich nicht ohne Vignettierung daher. Fotografiert werden kann auf jeden handelsüblichen 120er Rollfilm mit einer Empfindlichkeit von ISO 100 bis ISO 1600. Der Filmtransport ist manuell, stoppt aber automatisch. Vorerst wird es die Lomography LC-A 120 nur in limitierter Auflage (500 Stück) geben. Sie kann zu einem Preis von 399 Euro vorbestellt werden und soll noch vor Weihnachten ausgeliefert werden.

Lomo’Instant

Basierend auf der Fujifilm instax Mini 90 Neo Classic bietet die Lomo’Instant dem Fotografen noch mehr Möglichkeiten, sich kreativ auszutoben.

Lomo Instant weiß Photokina2014

Weiße Lomo’Instant auf der Photokina 2014 – © Überlicht (AR)

Neben dem verbauten Weitwinkelobjektiv (27 mm äquivalent) gibt es drei Vorsatzlinsen für Portrait, Fisheye und Makroaufnahmen. Darüber hinaus können Langzeit- sowie Doppelbelichtungen gemacht werden und acht farbige Filter für den Blitz zaubern effektvolle Bilder. Für die richtige Belichtung sorgen Blende f/8 bis f/32 bei einer Belichtungszeit von 1/125 sec. oder Bulb. Der Blitz kann wahlweise an- und ausgeschaltet oder im Automatikmodus betrieben werden. Die Lomo’Instant soll noch in diesem Jahr in den Farben Schwarz, Weiß (jeweils für 99 Euro) und Braun (für 119 Euro) auf den Markt kommen. Im Set mit den drei Vorsatzlinsen liegt der Preis jeweils 30 Euro höher.

Lomo'Instant Vorsatzlinsen

Lomo’Instant in Weiß und Braun mit Vorsatzlinsen – © Überlicht (AR)

Lomography Petzval Art Lens

Warum das Rad neu erfinden, wenn es Objektivkonstruktionen aus dem vorletzten Jahrhundert gibt? Getreu diesem Motto hat Lomography das Petzval-Objektiv 85 mm f/2,2 von 1840 wiederbelebt und trifft damit den Nerv all jener, die etwas für besondere Bokehs übrig haben.

Lomography Petzval Objektiv in Messing

Lomography Petzval Objektiv 85 mm f/2,2 in Messing – © Überlicht (AR)

Bei Offenblende wirkt der unscharfe Hintergrund kreisförmig verwirbelt. Insgesamt werden 7 Blenden (bis f/16) mitgeliefert, die oben in einen Schlitz im Objektivtubus eingeschoben werden können. Zusätzlich gibt es ein Erweiterungsset mit 4 Effekt-Steckblenden, die beispielsweise ein Sternchen- oder tropfenförmiges Bokeh erzeugen. Das komplett manuelle Petzval-Objektiv wird von der Firma Zenit in Krasnogorsk (Russland) gefertigt und ist in den Farben Messing und Schwarz sowohl mit Canon EF als auch Nikon F Bajonett lieferbar. Die Messing-Variante kostet 549 Euro, in Schwarz liegt der Preis bei 649 Euro. Das Effektblenden-Set ist für 24,90 Euro erhältlich.

Lomography Petzval Objektiv in Messing und Schwarz

Die beiden Farbvarianten der Lomography Art Lens in Messing und Schwarz – © Überlicht (AR)


BallPod – eine runde Sache

Wer sagt, dass ein Stativ drei Beine haben muss? Dass es auch anders geht, beweist der BallPod, ein elastischer und formbarer bunter Gummiball, an dessen Gewinde kleine Kameras befestigt oder mittels SmartFix mit elastischem Band Smartphones angebracht werden können. Der BallPod ist in vielen Farben erhältlich, die Technik ist simpel und so bleibt uns nur noch, die Preise zu nennen: Der BallPod kostet ca. 25 Euro, das passende SmartFix soll für ca. 10 Euro erhältlich sein.

BallPod mit SmartFix als Bohnensackstativ auf der Photokina

Der BallPod hält Kameras und mittels Halterung SmartFix auch Smartphones auf unebenem Grund stabil – © Überlicht (AR)


Panasonic Lumix LX100, GM5 und CM1 auf der Photokina angesehen

Panasonic zeigte auf der Photokina einige Neuheiten, von denen wir uns drei Kameras näher angesehen haben. Darunter befinden sich die Kompaktkamera LX100 (mit großem Sensor), die Systemkamera GM5 sowie mit der CM1 eine Kreuzung aus Smartphone und anspruchsvoller Kamera.

Panasonic Lumix LX100

Die Lumix LX100 könnte man auf den ersten Blick für eine normale Systemkamera im Retrostil halten. Damit läge man auch nicht ganz falsch, denn im vertrauenserweckend stabilen Metallgehäuse steckt ein CMOS-Bildsensor im FourThirds-Format mit nominell 16 Megapixeln Auflösung. In der Praxis kommen davon leider nur maximal 12,8 Megapixel zum Einsatz, da die Kamera bei jedem Seitenverhältnis (16:9, 3:2 und 4:3, welches man über einen Schalter am Objektiv verstellen kann) die Anfangsbrennweite von 24 mm (entsprechend Kleinbild) beibehält. Im Gegensatz zu einer Systemkamera ist dann auch das erfreulich lichtstarke (f/1,7-2,8) Leica DC-Vario-Summilux fest verbaut, sodass der geneigte Fotograf sich mit dem gebotenen Brennweitenbereich von 24-75 mm (entsprechend Kleinbild) zufrieden geben muss. In puncto Geschwindigkeit weiß die LX100 mit einer Serienbildrate von 11 Bildern/s zu gefallen. Und natürlich lassen sich die Fotos wie mit jeder ernstzunehmenden Kamera sowohl im Jpeg-, als auch im RAW-Format abspeichern. Über das integrierte WLAN-Modul können die Fotos anschließend auf ein Smartphone oder Tablet überspielt werden.

Panasonic Lumix LX100 Kompaktkamera

Kompaktkamera mit FourThirds-Sensor: die Panasonic Lumix LX100 – © Überlicht (AR)

Keine Kompromisse geht der Videomodus ein und bietet für eine solch leichte Kamera (391 g mit Akku und Speicherkarte) erstaunlich detailreiche Videos in 4K-Auflösung (3840 x 2160 Pixel) an. Aus dem aufgenommenen Videomaterial lassen sich anschließend framegenau Standbilder mit einer Auflösung von acht Megepixeln extrahieren und abspeichern. Egal ob man die Kamera zum Filmen oder zum Fotografieren ans Auge setzt, so fällt der mit knapp 2,8 Millionen Pixeln hochauflösende elektronische Sucher auf, welcher bereits aus der Lumix GX7 bekannt ist.
Schon im Oktober kommt die Panasonic Lumix LX100 in den Farben Schwarz und Silber auf den Markt, einen genauen Preis wollte Panasonic hierzulande allerdings noch nicht nennen. Geht man jedoch vom Preis auf dem amerikanischen Markt (899 $ ohne Steuern) aus, so dürfte sie bei uns wahrscheinlich zwischen 800 und 900 € kosten.

Panasonic Lumix LX100 Rueckseite

Die Panasonic Lumix LX100 verfügt über zahlreiche manuelle Bedienelemente – © Überlicht (AR)

Panasonic Lumix GM5

Letztes Jahr trauten wir unseren Augen kaum, als wir die Panasonic Lumix GM1 beim Fotohändler sahen und hielten sie zuerst für eine Kompaktkamera. Doch bei der winzigen Kamera handelte es sich tatsächlich um eine vollwertige Systemkamera mit Micro-Four-Thirds-Sensor. Nun stellt Panasonic mit der Lumix GM5 bereits die Nachfolgerin in einem ebenso winzigen Magnesiumgehäuse (9,85 cm x 5,95 cm x 3,61 cm, 211 g) vor, jedoch mit elektronischem Sucher (1,2 Millionen Pixel). Um diesen unterbringen zu können, wurde allerdings der Aufklappblitz der Vorgängerin geopfert. Wer dennoch blitzen möchte, kann dafür auf dem ebenfalls hinzugekommenen Zubehörschuh ein kleines, externes Blitzgerät aufsetzen, welches praktischerweise gleich mitgeliefert wird.

Panasonic Lumix GM5 Photokina

Die winzige Panasonic Lumix GM5 auf der Photokina 2014 – © Überlicht (AR)

Davon abgesehen gibt es keine großen technischen Änderungen, sodass weiterhin der gute CMOS-Bildsensor mit 16 Megapixeln Auflösung aus der Lumix GX7 zum Einsatz kommt. Über ein Detail dürften sich jedoch Fotografen und Filmer gleichermaßen freuen, die gerne mit manuellen Objektiven arbeiten: die Kamera bietet nun das sogenannte “Focus Peaking” an, bei dem die gerade scharfen Kanten im Live-View optisch durch ein Flimmern hervorgehoben werden. Wer möchte, kann seine Fotos und Videos direkt über WLAN auf ein Tablet oder Smartphone übertragen oder die Kamera sogar kabellos steuern und auslösen.
Die Panasonic Lumix GM5 soll ab November in den Farben Schwarz und Schwarz-Rot in den Handel kommen. Auch für dieses Modell wollte Panasonic noch keinen Preis verraten. Basierend auf dem amerikanischen Preis von 899 $ für das Kit mit dem kompakten Zoomobjektiv 12-32 mm, kann man wohl von einem Preis zwischen 800 und 900 € ausgehen.

Panasonic Lumix GM5 Viewfinder

Die Panasonic Lumix GM5 verfügt sowohl über Touchscreen, als auch einen elektronischen Sucher – © Überlicht (AR)

Panasonic Lumix CM1

Immer häufiger lassen auch ambitionierte Fotografen ihre Kamera zu Hause und machen Urlaubs- und Familienschnappschüsse stattdessen lieber mit ihrem Smartphone. Eine nicht ganz optimale Bildqualität wird dabei häufig billigend in Kauf genommen. Wer jedoch eine bessere Bildqualität in der Smartphonefotografie gesucht hat, suchte bislang meist vergebens. Diese Nische scheint Panasonic für sich entdeckt zu haben und verbaut im Smartphone Lumix CM1 einen Bildsensor mit 1 Zoll Größe, wie man ihn etwa bereits aus den Nikon-1-Kameras kennt. Wobei der Ausdruck Smartphone am Stand von Panasonic gar nicht gerne gehört wurde: hier bevorzugte man die Bezeichnung “Smart Camera”. Tatsächlich handelt es sich um ein voll funktionsfähiges Highend-Smartphone mit Android 4.4, 2,3 GHz Vierkernprozessor, 2 GB RAM und 16 GB Speicher, welcher per micro SD-Karte um bis zu 128 GB erweitert werden kann. Das Display misst 4,7 Zoll (knapp 12 cm) in der Diagonale, löst mit Full HD (1920 x 1080 Pixel) hoch auf und wusste, zumindest im Innenraum, mit guter Leuchtkraft und ansprechender Farbwidergabe zu gefallen. Auch verbindungstechnisch lässt das CM1 keine Wünsche offen: neben LTE, WLAN und Bluetooth ist auch NFC an Bord.

Panasonic Lumix CM1 Photokina 2014

Panasonic Lumix CM1 – Highend-Smartphone mit 1-Zoll-Bildsensor – © Überlicht (MB)

Beim verbauten Bildsensor handelt es sich im das gleiche Modell wie in der Bridgekamera Lumix FZ1000, der mit 20 Megapixeln eine recht hohe Auflösung zu bieten hat. Kombiniert wird dieser mit einem Leica-Objektiv mit 28 mm Brennweite (entsprechend Kleinbild) und einer maximalen Blende f/2,8. Damit konnten wir sogar in der recht dunklen Messehalle gute Fotos machen. Da das Objektiv eine feste Brennweite im Weitwinkelbereich hat (gezoomt werden kann nur digital, also per Ausschnitt), muss man an seine Motive schon etwas näher herangehen, wenn man sie formatfüllend ablichten möchte. Andererseits passen auch größere Gebäude oder Menschengruppen leichter aufs Bild. Wer möchte, kann die Kamera komplett manuell einstellen und bekommt den vollen Funktionsumfang einer anspruchsvollen System- oder Bridgekamera geboten. Der Objektivring kann unterschiedliche Aufgaben übernehmen, sodass man etwa die Blende daran einstellen kann – fast so, wie man es von Kameras mit manuellen Objektiven kennt. Alle weiteren Bedienelemente verstecken sich allerdings in zahlreichen Menüs und müssen über das Touchscreen angewählt werden. Nach dem Auslösen vergeht jeweils etwa eine Sekunde, bis das Foto abgespeichert wurde und man die nächste Aufnahme machen kann. Dafür besitzt die Kamera eine Eigenschaft, die bislang in keinem Smartphone zu finden war: es können Fotos im RAW-Format gemacht und somit im Nachhinein umfangreich und ohne Qualitätsverlust bearbeitet werden. Videos kann die Lumix CM1 entweder in Full HD mit 30 Bildern/s aufzeichnen, oder sogar in 4K-Auflösung, dann allerdings nur mit verringerten 15 Bildern/s.

Panasonic Lumix CM1 Smartphone mit guter Kamera

Von hinten sieht die Lumix CM1 wie ein gewöhnliches Smartphone aus – © Überlicht (MB)

Die Verarbeitung machte auf uns einen ausgezeichneten Eindruck. Das Metall am Gehäuse wirkt hochwertig und auch der Kunststoffüberzug in Lederoptik liegt gut in der Hand. Allerdings kann auch Panasonic nicht zaubern und die verhältnismäßig aufwendige Kameratechnik macht die Lumix CM1 an der dicksten Stelle (Objektiv) 2,11 cm dick. Dies ist zwar für eine Kamera sehr flach, heutige Smartphones sind hingegen mit zum Teil deutlich unter 1 cm ein ganzes Stück schlanker. Und so ist auch das Gewicht mit 204 g sicherlich der Ausstattung geschuldet. Der Akku ist mit 2600 mAh nicht allzu üppig geraten, sodass in den Händen eines eifrigen Fotografen der Strom bereits vor Ende des Tages ausgehen könnte.
Ob es sich nun eher um eine Kamera mit Smartphone oder ein Smartphone mit guter Kamera handelt, sei dahingestellt. Die Panasonic Lumix CM1 macht auf jeden Fall einen guten Eindruck und dürfte mit ihrer Technikmischung durchaus Interessenten finden. Auf den Erfolg am Massenmarkt wagt jedoch offensichtlich auch Panasonic kaum zu hoffen, denn ab November soll die CM1 für 899 € in einer vorerst limitierten Stückzahl erhältlich sein.

Video nachgereicht (23.09.2014)