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Teuerste verkaufte Kamera ist eine Leica

Erst vor wenigen Tagen stellte Leica mit der M9-P “Edition Hermès” ein sündhaft teures Sondermodell seiner ohnehin nicht als günstig einzustufenden digitalen Messsucherkamera vor. Dass eine Leica jedoch auch deutlich mehr kosten kann, zeigte die aktuelle Wiener WestLicht-Kamera-Auktion vom 12. Mai.

Leica 0-Serie von 1923 ist teuerste Kamera der Welt

Diese Leica 0-Serie von 1923 ist die bislang teuerste Kamera der Welt - © WestLicht Auction

Den absoluten Höhepunkt stellte ein Kamera-Prototyp der Leica 0-Serie aus dem Jahre 1923 dar, welcher für die Rekordsumme von 2,16 Millionen Euro verkauft wurde. Damit handelt es sich um die teuerste Kamera der Welt. Doch auch eine von Leitz vergoldete Leica M3 erzielte die stolze Summe von 360.000 €.
Wer weiß, eventuell rentiert sich im Hinblick auf diese Ergebnisse die Investition in eine Leica M9-P “Edition Hermès”. Natürlich nicht zum Fotografieren, sondern als wertstabile Altersvorsorge.

Leica M3 von Leitz vergoldet

Die von Leitz vergoldete Leica M3 kostete den Käufer 360,000 Euro - © WestLicht Auction


Veranstaltungstipp: NIGHTART MUNICH 2012

Am morgigen Samstag, den 12. Mai, bietet sich zum zweiten Mal die Gelegenheit im Rahmen der NIGHTART MUNICH über 40 Galerien mit ihren aktuellen Ausstellungen und zahlreichen Sonderprogrammpunkten in München zu besuchen. Neben Filmvorführungen und Künstlergesprächen werden auch musikalische Auftritte und Lesungen bis in die späten Abendstunden hinein geboten.

Für alle, die am Wochenende noch nichts vorhaben, eine sehenswerte Veranstaltung – gerade im Hinblick auf die nicht annähernd so erfreuliche Wettervorhersage. Hingehen lohnt sich!

Öffnungszeiten:
12. Mai 2012
11 – 23 Uhr

Der Eintritt ist frei.

Im gesamten Münchener Stadtgebiet.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der NIGHTART MUNICH.
Dort finden Sie auch eine Liste der teilnehmenden Galerien, deren Sonderprogramm sowie einen Lageplan als PDF.


Leica stellt die Modelle M Monochrom, M9-P “Edition Hermès” und X2 vor

Leica stellt der Öffentlichkeit mit einem Paukenschlag eine ganze Reihe neuer Produkte vor. Der absolute Höhepunkt für Anhänger der klassischen Fotografie dürfte die Leica M Monochrom sein, welche als erste Kamera mit einem Schwarz-Weiß-Sensor im Kleinbildformat ausgestattet ist. Hinzu kommen die Variante “Edition Hermès” der M9-P sowie die kompakte X2.

Leica M Monochrom S-W Kamera

Leica M Monochrom - © Leica Camera AG

Leica M Monochrom

Lange haben Fotografen von einer echten digitalen Schwarz-Weiß-Kamera geträumt. Leica wagt sich nun als erster Hersteller an die Serienfertigung und verbaut in der Leica M Monochrom einen S/W-Sensor mit einer Auflösung von 18 Megapixeln. Anders als bei Farb-Sensoren sind die einzelnen Bildpunkte nicht in die Farben Rot, Grün und Blau aufgeteilt, sondern nehmen ausschließlich Helligkeitswerte wahr. Das führt in Verbindung mit dem Verzicht auf einen Tiefpassfilter zu einer fantastischen Bildschärfe und sehr feinen Tonwertverläufen. Auch die Verwendung von Farbfiltern lässt sich zu Beeinflussung der Tonwertwiedergabe wie in der klassischen S/W-Fotografie einsetzen. Die Kamera verfügt über ISO-Werte von 320 bis 10.000, als Reminiszenz an analoge Zeiten ist sogar ein “Pull” (ISO 160) möglich. Die Fotos werden im Jpeg oder DNG-Format auf SDHC-Karten gespeichert.

Leica M Monchrom Notre Dame (Orange-Filter) ISO320

Testaufnahme der Leica M Monochrom (für volle Auflösung anklicken, 7,2 MB) - © Leica Camera AG

Optisch lehnt sich die M Monochrom deutlich an ihre Vorgänger an und setzt auf vornehme Zurückhaltung. Das komplett schwarz gehaltene Gehäuse besteht aus einer Magnesium-Legierung mit einem Deckel und einer Bodenplatte aus Messing. Dabei stört kein Schriftzug die schlichte Eleganz, lediglich eine kleine Gravur auf dem Zubehörschuh verrät die Modellbezeichnung. Die Kamera mit den Maßen 139 x 37 x 80 mm wiegt lediglich 600 g (inkl. Akku). Sie ist mit sämtlichen aktuellen und historischen Leica M-Objektiven seit 1954 kompatibel.
Die Bedienung der Kamera gestaltet sich ebenfalls klassisch. Zur Auswahl stehen Zeitautomatik und manueller Modus. Wie für Messsucherkameras von Leica üblich, wird manuell fokussiert. Leuchtrahmen im Sucher helfen bei der Bildgestaltung und werden beim Ansetzen eines Objektivs eingeblendet. Sie stehen in Paaren für die Brennweiten 35 & 135 mm, 28 & 90 mm sowie 50 & 75 mm zur Verfügung. Der Verschluss arbeitet gewohnt leise und ermöglicht Belichtungszeiten zwischen 1/4000 Sekunde sowie 240 Sekunden (Bulb). Im Serienmodus sind 2 Bilder/s mit einer Gesamtanzahl von acht Aufnahmen möglich, doch für die Sportfotografie greift man heutzutage wohl ohnehin zu einer anderen Kamera. Auf der Rückseite der Kamera befindet sich ein Farb-TFT-Display mit 2,5″ Diagonale und 230.000 Pixel Auflösung.

Leica M Monochrom Oberseite Einstellrad

Oberseite der Leica M Monochrom - © Leica

Die Leica M Monochrom wird im Leica Werk Solms in Handarbeit gefertigt und soll durch ihre hohe Qualität auf jahrzehntelangen Einsatz ausgelegt sein. Nach dem Kauf und der Registrierung der Kamera können kostenlos die Vollversionen von Adobe Photoshop Lightroom 4 und Nik Silver Efex Pro 2 heruntergeladen werden. Einen besonderen Service bietet Leica in Zusammenarbeit mit Whitewall. Über den “LEICA MONOCHROM PRINTS” genannten Dienst können S/W-Aufnahmen in hoher Qualität auf Baryt-Papier ausbelichtet werden, die sich von analogen Handabzügen kaum unterscheiden lassen sollen. Die Leica M Monochrom wird ab Ende Juli 2012 für 6800 € erhältlich sein.

Leica M9-P “Edition Hermès”

An eine andere, nach Möglichkeit gut betuchte Klientel richtet sich die limitierte Leica M9-P “Edition Hermès”. Diese Sonderausführung der Leica M9-P unterscheidet sich zwar technisch (18 Megapixel, ISO 80-2500) nicht von der handelsüblichen Version (bis auf den fehlenden Zubehörschuh), grenzt sich jedoch optisch erheblich ab. Zum einen liefert der namensgebende Pariser Luxushersteller das Kalbsleder „Veau Swift“ in der Farbe „Ocre“. Zum anderen wurden viele Elemente wie die Deckkappe und der Auslöser vom Designer Walter de’Silva neu gestaltet. Die Kamera wird in zwei Sets mit ebenfalls leicht veränderten Objektiven angeboten.

Leica M9-P "Edition Hermès" mit Summicron 28mm

Leica M9-P "Edition Hermès" - © Leica Camera AG

Das erste Set ist auf 300 Stück limitiert und beinhaltet neben der M9-P “Edition Hermès” das silbern eloxierte Objektiv Leica Summilux-M 1:1,4/50 mm ASPH. Es ist ab sofort zu einem Preis von 20.000 € verfügbar.
Noch exklusiver präsentiert sich das zweite Set namens “Série Limitée Jean-Louis Dumas”, welches auf 100 Stück limitiert ist. Es enthält zusätzlich zur Kamera die silbern eloxierten Objektive Leica Summicron-M 1:2/28 mm ASPH, Leica Noctilux-M 1:0,95/50 mm ASPH und Leica APO-Summicron-M 1:2/90 mm ASPH sowie eine Kameratasche von Hermès. Zusätzlich erhält man ein zwei Bände umfassendes Fotobuch des ehemaligen Hermès-Präsidenten und Leica-Fotografen Jean-Louis Dumas. Für diese Ausstattung muss man allerdings auch 40.000 € aufbringen. Bis Juni hat man dafür noch Zeit, dann kommt das Set auf den Markt.

Leica M9-P Hermès Set

Leica M9-P »Edition Hermès« -Série Limitée Jean-Louis Dumas - © Leica Camera AG

Leica X2

Mit der Leica X2 wird schließlich eine kompakte Kamera mit fest verbautem Objektiv vorgestellt. Der CMOS-Sensor im APSC-Format verfügt über eine Auflösung von 16,2 Megapixeln. Das Leica Elmarit 1:2,8/24mm ASPH entspricht durch die 1,5-fache Brennweitenverlängerung einem 35-mm-Objektiv an einer Kleinbildkamera und soll vor allem für klassische Reportagefotografie prädestiniert sein. Insgesamt orientiert sich die X2 am Aussehen alter Leica-Modelle. Hierzu passt die hochwertige Verarbeitung des belederten Metallgehäuses und der Hinweis auf die Herstellung in der Leica Manufaktur. Die X2 ist die einzige digitale Kompaktkamera aus deutscher Produktion.

Leica X2 schwarz frontal Blitz

Leica X2 mit Aufklappblitz - © Leica Camera AG

Leica X2 schwarz Rueckseite

Rückseite der Leica X2 - © Leica Camera AG

Im Gegensatz zur Vorgängerin wurde der Autofokus verbessert, welcher mit seinen 11 Messfeldern nun deutlich schneller und präziser arbeiten soll. Der Sensor der Kamera ermöglicht Aufnahmen mit ISO 100 – 12.500, es kann also durchaus bei wenig vorhandenem Licht fotografiert werden. Sollte es doch zu dunkel sein, kann der eingebaute Aufklappblitz Abhilfe schaffen. Mit Programm-, Zeit- und Blendenautomatik sowie manuellem Modus kann der Fotograf ganz bewusst gestalten. Zwischen 30 s und 1/2000 s liegen die einstellbaren Belichtungszeiten, bis auf 30 cm kann man an sein Motiv herangehen und fokussieren. Fotos können wahlweise als Jpeg oder DNG auf SDHC-Karten gespeichert werden. Auf der Rückseite der Kamera befindet sich ein 2,7″-Display mit einer Auflösung von 230.000 Pixeln. Mit Akku wiegt die Kamera lediglich 345 g, eine Akkuladung soll für 450 Aufnahmen reichen.

Leica X2 silber frontal Bereitschaftstasche

Leica X2 mit Bereitschaftstasche - © Leica Camera AG

Zur X2 ist ein umfangreiches Angebot an Zubehör erhältlich. So ist sie kompatibel zu den Systemblitzgeräten SF 24D und SF 58. Optional kann ein digitaler Aufstecksucher (schwenkbar, 1,4 Megapixel, 400 €) oder ein optischer Aufstecksucher mit Leuchtrahmen (299 €) erworben werden. Für verbesserten Halt sorgt ein Handgriff (99 €) und für den sicheren Transport empfiehlt sich die schwarze Ledertasche (70 €) oder die braune Bereitschaftstasche aus gegerbtem Rindsleder (150€).
Die Kamera ist ab sofort in den Farben Schwarz und Silber im Handel zu einem Preis von 1750 € verfügbar. Darin enthalten ist (nach Registrierung) auch die Vollversion von Adobe Photoshop Lightroom 4 zum Herunterladen.


Ausstellungstipp: “WALD”

Seit heute ist in der Münchner Galerie f5,6 die Ausstellung “WALD” zu sehen. Gezeigt werden Arbeiten der Fotografen Olaf Otto Becker, Michael Lange und Richard Rothman. Jeder von ihnen hat sich auf eine sehr eigene Weise diesem Thema genähert, die Ästhetik der Fotografien unterscheidet sich somit grundlegend. Rothman beschäftigt sich in seiner Serie “Redwood Saw” mit dem nur vordergründig idyllischen Urwald Nordkaliforniens, Becker konzentriert sich auf Strukturen im Unterholz und Lange zeichnet düstere, fast mysthisches Bilder vom Wald, in die man am liebsten hineinwandern möchte.

Öffnungszeiten:
04. Mai – 07. Juli 2012
Mittwoch – Freitag 12 – 18 Uhr
Samstag 11 – 15 Uhr

Der Eintritt ist frei.

Galerie f5,6
Ludwigstraße 7
80539 München

Weitere Informationen zur Ausstellung und Arbeiten der Fotografen finden Sie auf der Website der Galerie f5,6.


Ausstellungstipp: “Eve Arnold. Hommage”

Die Versicherungskammer Bayern zeigt derzeit in München mit der Retrospektive “Eve Arnold. Hommage” die erste deutsche Ausstellung der amerikanischen Fotografin Eve Arnold, die 1951 als erste Frau in die renommierte Fotografenagentur Magnum aufgenommen wurde.

Eve Arnold Marlene Dietrich 1952 Hommage Versicherungskammer Bayern

Marlene Dietrich in den Aufnahmestudios von Columbia Records. New York, 1952 - © Eve Arnold / Magnum Photos

1912 wurde sie als Tochter russisch-jüdischer Einwanderer in Philadelphia geboren. Zwischen 1946 und 1948 näherte sie sich der Fotografie an und lernte u. a. von Alexei Brodovitch, dem Art Director bei Harper’s Bazaar. Mit zahlreichen Reportagen zu den unterschiedlichsten Themen (etwa Harlem Fashion Shows, Voodoo in Haiti, Malcolm X) und Set-Fotos von Hollywood-Produktionen machte sich Eve Arnold einen Namen. Marilyn Monroe begleitete sie über zehn Jahre fotografisch und kam ihr dabei so nah wie kein anderer Fotograf.

Eve Arnold Marilyn Monroe 1960 Hommage Versicherungskammer Bayern

Am Set von Nicht gesellschaftsfähig. Nevada, 1960 - © Eve Arnold / Magnum Photos

Am 04. Januar 2012 verstarb Eve Arnold im Alter von 99 Jahren in London. Die sehenswerte Ausstellung kann noch bis zum 03. Juni besichtigt werden.

Öffnungszeiten:
14. März – 03. Juni 2012
Täglich 9 – 19 Uhr
Feiertags geschlossen

Der Eintritt ist frei.

Kunstfoyer der Versicherungskammer Bayern
Maximilianstraße 53
80530 München

Mehr Informationen zur Ausstellung finden Sie auf der Website der Versicherungskammer Bayern.

Zur Ausstellung ist ein Katalog von Schirmer/Mosel unter dem Titel “Eve Arnold – Menschen Orte Jahre: Hommage zum 100. Geburtstag” erschienen. Ebenfalls zum 100. Geburtstag veröffentlichte teNeues den Bildband “All About Eve“.


Neuer Impossible-Film “COOL” kommt auf den Markt

Impossible Cool Film 2012 Polaroid Sofortbild

Neuer Sofortbildfilm Impossible COOL - © Impossible

Letzte Woche wurde eine neue Version der Sofortbildfilme der Firma Impossible vorgestellt. Unter dem Namen “The Impossible Project” wurde die Firma 2008 gegründet und rettete die ehemalige Polaroid-Fabrik Enschede in den Niederlanden vor ihrem Abriss. Seit 2010 werden dort wieder Integralfilme vom Typ SX-70, 600 und Image hergestellt. Anfangs war das Filmmaterial noch ziemlich experimentell und man musste mit verwaschenen Farben, geringen Kontrasten und flüchtigen Bildern leben. Die Entwicklung steht jedoch nicht still und so sind die Materialien der neuen Serie “COOL” von deutlich besserer Qualität und überzeugen nicht nur Enthusiasten.

Die COOL-Filme sind ab sofort erhältlich und kosten 20 € (plus Versand) für eine Pack mit acht Aufnahmen. Entweder direkt über den Onlineshop von Impossible, oder beim großen Versandhändler des Vertrauens für Polaroid SX-70- (auch in Schwarz-weiß), Polaroid Image- (auch in Schwarz-weiß) und Polaroid 600-Kameras.