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Nikon D4S und RAW-Konverter Capture NX-D vorgestellt

Etwas mehr als zwei Jahre ist nun die Vorstellung der Nikon D4 her. Doch auf dem Kamerasektor tut sich stets eine Menge und so bringt Nikon nun mit der D4S eine behutsam überarbeitete Nachfolgerin, um die Messlatte einmal mehr nach oben zu setzen. Als Herzstück dient ein überarbeiteter Vollformatsensor, der zusammen mit der neuen Bildverarbeitungsengine EXPEED 4 gesteigerte ISO-Werte und ein geringeres Bildrauschen ermöglichen soll. Die Auflösung bleibt mit 16,2 Megapixeln unverändert, der ISO-Bereich kann jedoch auf Werte bis zu 409.600 (Minimum: 50) eingestellt werden. Zugleich wurde die Serienbildgeschwindigkeit von 10 auf 11 Bilder/s erhöht und das bei voller AF- und Belichtungsfunktionalität.

Nikon D4S mit AF-S Nikkor 58 mm 1:1,4G

Nikons neues Flaggschiff D4s mit dem AF-S Nikkor 58 mm 1:1,4G – © Nikon

Die neue Kamera ist zudem für eine schnelle Bildübertragung mit Gigabit-100/1000TX-Ethernet-Anschluss ausgestattet und kann per WLAN-Adapter WT-5 Fotos über das Drahtlosnetzwerk übertragen. Wer nicht nur fotografieren sondern auch filmen möchte, freut sich über die ausgebaute Videofunktion mit komplett manuellen Einstellmöglichkeiten. Videos können nun mit 50 bzw. 60 Vollbildern/s bei voller Auflösung (1920 x 1080) aufgezeichnet werden, wodurch flüssige Bewegungen und (in eingeschränktem Umfang) weiche Zeitlupenaufnahmen machbar sind.
Lange brauchen sich interessierte Fotografen nicht mehr gedulden, denn bereits ab März diesen Jahres soll die Nikon D4S für stolze 6149 € bei den Händlern stehen.

Rueckseite der Nikon D4S

Die Rückseite der neuen Nikon D4S – © Nikon

Nikon Capture NX-D

Eine Überraschung ist Nikon mit der Ankündigung des neuen RAW-Konverters Capture NX-D gelungen. Nach fast sechs Jahren war ein Nachfolger für das bereits etwas betagte Capture NX2 zwar schon seit einer Weile zu erwarten. Doch während die bisherigen Versionen von Nikons Capture kostenpflichtig angeboten wurden, steht eine Beta-Version des neuen Capture NX-D ab sofort kostenlos zum Download bereit. Es soll neben den bisherigen Capture-Versionen auch die Freeware ViewNX ersetzen.
Wir haben es bereits kurz angetestet und uns einen ersten Eindruck vom Funktionsumfang gemacht. Augenscheinlichste Neuerung ist die an Adobe Lightroom 5 erinnernde, dunkle Benutzeroberfläche. Die etwas unübersichtlichen Bearbeitungsmöglichkeiten wurden in der aktuellen Version (0.9.1) im Vergleich zu NX2 deutlich aufgeräumt. Doch wird man wahrscheinlich auf einige gewohnte Einstellungsdetails verzichten müssen: wie man etwa das D-Lighting ohne voreingestellte Stufen steuert, konnten wir bislang nicht herausfinden. Die Bearbeitung wird wahlweise in den NEFs selbst oder in ausgelagerten Einstellungsdateien gespeichert, welche jeweils am Dateiort in einem eigenen Unterordner abgelegt werden. Hilfreich ist der eingebaute Filter, dank dessen man seine Bilder etwa nach Brennweite, ISO-Wert oder Kamera sortieren lassen kann.
Insgesamt arbeitet das Programm recht zügig und hinterlässt einen guten ersten Eindruck. Da sich mit Capture NX-D auch Jpeg- und Tiff-Dateien bearbeiten lassen, könnte es als unkompliziertes, kostenloses Bildbearbeitungsprogramm damit sowohl unter Hobby- als auch Berufsfotografen durchaus Freunde finden.

Nikon Capture NX-D Beta Vorschau

Screenshot von Nikon Capture NX-D (Version 0.9.1) – © Überlicht

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2 Kommentare zu “Nikon D4S und RAW-Konverter Capture NX-D vorgestellt”

  1. Die Daten oder Veränderungen zur D4 sind nur maginal. Für einen Hobbyfotografen finanzielle ein Brocken. Da bleibt die Aussicht nach einer gebrauchten D4.

    Dennoch freue ich mich auf die ersten Tests und den angeblich verbesserten Fokus.

    Gruß
    Jochen

  2. Vielen Dank für die ausführliche Vorstellung.
    Zu Capture NX-D und der Steuerung des active d-lighting:
    unter dem Punkt exposure compensation findet sich das active d-lighting Menü mit den verschiedenen Abstufungen.
    Ansonsten macht das Programm auf der einen Seite tatsächlich einen guten Eindruck, aber es fehlen die fantastischen U-Points und einige andere schöne Einstellmöglichkeiten. In der Betaversion sind auch leider die in ViewNX2 und Capture NX2 vergebenen Bewertungen nicht kompatibel – Schade (Hier sollten Nikon und andere Softwarehersteller sowieso nachbessern und Kompatibilität von Bewertungen mal angleichen) vor allem für Fotografen mit großem „aktiven“ Bildbestand. Auch, dass sämtliche Bearbeitungen in ViewNX2 und Capture NX2 nicht übernommen werden ist schade. Aber mal schauen, was Nikon für die finale Version noch macht.
    …und die D4s steht natürlich ganz oben auf der Wunschliste… muss aber erst mal verdient werden 😉
    Viele Grüße
    Jörg

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