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ZEISS Otus 1.4/85 auf der Photokina angesehen

Bereits vor zwei Jahren zeigte ZEISS auf der Photokina mit dem Vorserienmodell des Otus 1.4/55 ein überaus beeindruckendes Objektiv. In Bezug auf die Bildschärfe gleichermaßen wie auf seine Ausmaße. Dieses Jahr folgt mit dem ZEISS Otus 1.4/85 ein ebenso mächtiges Modell mit der häufig verwendeten Portraitbrennweite von 85 mm. Wir haben uns das neue Objektiv am Messestand etwas genauer angesehen.

Zeiss Otus 1.4/85

ZEISS zeigt das Otus 1.4/85 erstmals auf der Photokina – © Zeiss

Die Verarbeitung wirkt sehr hochwertig (es handelt sich vor allem um schweres, kühles Metall), wenn auch der Gummiring zum Fokussieren ruhig etwas weniger glatt oder alternativ strukturiert sein könnte. Zumal mangels Autofokus immer manuell scharfgestellt werden muss. Mit 1140 g (Version mit Nikon-Bajonett) bringt das Objektiv ein recht stolzes Gewicht auf die Waage. Die Naheinstellgrenze beginnt bei 80 cm, sodass formatfüllende Portraits problemlos möglich sind. Filter müssen das stolze Maß von 86 mm aufweisen, damit sie Verwendung finden können.

Ausprobiert

Beim Ausprobieren fiel uns die beeindruckende Schärfe bereits bei Offenblende f/1,4 auf. Dafür haben wir das folgende Foto mit der Nikon D800 und ISO 800 in der Messehalle aufgenommen. Das gesamte Motiv und einen unbearbeiteten 100%-Ausschnitt zeigen die folgenden zwei Bilder.

Zeiss Otus 85 1.4 Testbild Offenblende

Testmotiv für das ZEISS Otus 1.4/85 bei Offenblende 1,4 – © Überlicht (AR)

Ausschnitt Offenblende Zeiss Otus 1.4/85

100%-iger Ausschnitt einer Aufnahme mit Offenblende – Nikon D800 & ZEISS Otus 1.4/85 (1/400 s, f/1,4, ISO 800) – © Überlicht (AR)

Doch auch abseits der Schärfeebene tun sich mit dem Otus 85 tolle Dinge, denn das Bokeh wird wunderschön gezeichnet. Lichter erscheinen rund und gleichmäßig, wie das folgende Foto zeigt.
Bei einem Preis von 3999 € für dieses Objektiv, kann man allerdings auch eine überdurchschnittliche Leistung erwarten. Wer ohne Autofokus und mit dem hohen Preis leben kann, erhält das ZEISS Otus 1.4/85 ab sofort im Fachhandel.

Zeiss Otus 1.4/85 Bokeh Offenblende

Das ZEISS Otus 1.4/85 zeigt ein sehr schönes Bokeh bei Offenblende – © Überlicht (AR)


Polaroid Socialmatic und Cube – Spaß im Quadrat

Polaroid Socialmatic in Schwarz

Die Polaroid Soscialmatic hat zwei Kameras auf der Vorder- und Rückseite – © Überlicht (AR)

Polaroid Socialmatic

Gerne besinnen sich Unternehmen bei neuen Produkten auf ihre Wurzeln zurück. Wie das bei Polaroid aussieht, zeigt die Neuerscheinung Socialmatic. Kernidee der Kamera ist die Möglichkeit, Bilder schnell und unkompliziert teilen zu können und das sowohl analog als auch digital im sozialen Netzwerk. Zu diesen Zwecken verfügt die quadratische Kamera über einen integrierten ZINK-(Zero Ink)-Drucker sowie ein 4,5 Zoll großes LC-Touchdisplay. Die androidbasierte Benutzeroberfläche (Android 4.4) dürfte vielen bereits vertraut vorkommen und bietet auch Zugang zu vielen Apps. Fotos können wahlweise mit der 14-Megapixel-Frontkamera oder der 2-Megapixel-Rückseitenkamera aufgenommen und anschließend kameraintern bearbeitet und mit Cliparts und Icons verschönert werden. Durch QR-Codes, die sich in die Bilder integrieren lassen, kann der Fotograf auf sich aufmerksam machen und online gefunden werden. Die Polaroid Socialmatic besitzt einen internen 4-GB-Speicher, ihr Akku soll für den Druck von bis zu 30 Fotos im Format 5,1 cm x 7,6 cm ausreichen. Mit einem Erscheinungsdatum um die Jahreswende kommt sie voraussichtlich zu spät fürs Weihnachtgeschäft, dafür hat Polaroid jedoch ein anderes Produkt vorgesehen. Der Preis dürfte sich um die 300 Euro bewegen. Als optionales Zubehör wurden auf der Photokina bereits wechselbare Frontverschalungen sowie Echtledertaschen in braun und schwarz gezeigt, die vor allem Nostalgiker begeistern dürften.

Polaroid Socialmatic mit Android 4.4

Als Betriebssystem kommt auf der Polaroid Socialmatic Android 4.4 zum Einsatz – © Überlicht (AR)

Polaroid Cube

Nicht nur quadratisch sondern als Würfel kommt der Polaroid Cube daher, der puristischer nicht sein könnte: Ohne Display und mit nur einer einzigen Taste soll der gummierte Winzling (3,5 cm Kantenlänge) jeden Spaß mitmachen und dabei nicht nur fotografieren sondern auch filmen. Ersteres mit einer Auflösung von 6 Megapixeln und letzteres in 720p und 1080p (Full-HD) mit 30 fps.

Polaroid Cube winzige Wuerfel-Kamera

Beim Polaroid Cube handelt es sich um eine einfach gehaltene Actionkamera – © Überlicht (AR)

Um für alle Lebenslagen gewappnet zu sein, verfügt der Cube über einen Magneten auf der Unterseite, womit er sich auf Metallflächen befestigen lässt. Für alle anderen Materialien wird es zahlreiches optionales Zubehör geben, u. a. zur Befestigung auf Fahrradhelmen und -lenkern, an Legospielzeug, an Stativen oder mittels Saugnapf an Glasscheiben. Falls es einmal nass wird, kann ein Unterwassergehäuse Schutz bieten. Zur stilsicheren Aufbewahrung empfiehlt sich der Monkey Stand, ein Affenkörper, dem der Cube als Kopf aufgesetzt werden kann. Der Polaroid Cube soll bereits im Oktober zu einem Preis von 99,99 Euro im Handel erhältlich sein.

Polaroid Cube Halterungen

Der Monkey Stand und andere Halterungen für die Polaroid Cube – © Überlicht (AR)

Polaroid Cube bunte Actionkamera

Die Polaroid Cube wird in verschiedenen Farben verfügbar sein, passend zum Firmenlogo – © Überlicht (AR)


Prototyp einer HARMAN TiTAN 120 Rollfilm-Lochkamera auf der Photokina

Prototyp der Harman Titan 120 Lochkamera

Prototyp der HARMAN TiTAN 120 Lochkamera auf der Photokina 2014 – © Überlicht (AR)

Messen sind immer wieder für Überraschungen gut und so erfreute uns HARMAN heute mit dem Prototyp einer TiTAN 120 Rollfilm-Lochkamera mit variablem Filmformat von 4,5 cm x 6 cm bis 6 cm x 12 cm. Wie schon die HARMAN TiTAN 4×5 und 8×10 trägt auch der Prototyp der Mittelformat-Variante die Handschrift von Walker Cameras. Aber ganz im Gegensatz zu den beiden großen Lochkameras steckt im Inneren des vertraut anmutenden Prototyps ein ganz gutes Stück Technik. Schließlich muss nicht nur eine Planfilmkassette gehalten, sondern Rollfilm für verschiedene Aufnahmeformate transportiert werden. Da wir uns bereits vor zwei Jahren Hals über Kopf in die Titan 4×5 verliebt haben, lässt auch die TiTAN 120 unsere Herzen sofort höher schlagen. Sie hat nicht nur die selbe schöne und robuste Oberfläche, sondern ist in ihrer Formensprache genauso speziell wie ihre großen Brüder. Allerdings steht noch in den Sternen, ob die TiTAN 120 wirklich in die Serienproduktion gehen wird, da sie sich preislich voraussichtlich zwischen der TiTAN 4×5 und der 8×10 bewegen wird. Genauer gesagt rechnet HARMAN mit einem Verkaufspreis von ungefähr 300 Euro. Ob aus dem Prototyp mehr wird, hängt nun auch von den Reaktionen auf der Photokina sowie vom Feedback im Internet ab.

Rueckseite der Harman Titan 120 Lochkamera

Rückseite des Lochkameraprototyps HARMAN TiTAN 120 – © Überlicht (AR)

Harman Titan 120 Lochkamera Prototyp auf der Photokina 2014

Der Prototyp der Harman Titan 120 Lochkamera wurde im 3D-Druck hergestellt und war noch nicht funktionsfähig – © Überlicht (AR)

Video nachgereicht (Update vom 22.09.2014)


Nikon D750 – erster Eindruck und ISO-Test

Unser erster Weg auf der diesjährigen Photokina führte uns an den Stand von Nikon. Dort konnten wir bereits die neu vorgestellte Nikon D750 in die Hand und dabei genauer in Augenschein nehmen.

Erster Eindruck der Nikon D750

Erster Eindruck der Nikon D750 mit AF-S NIKKOR 20 mm 1:1,8G – © Überlicht (AR)

Erster Eindruck

Im Pressetext hieß es, dass die Kamera sehr schlank und zugleich mit einem weit ausgeformten Griff besonders ergonomisch geraten sei. Tatsächlich lässt sich die Griffwulst gut mit der rechten Hand umschließen und alle Finger (meiner eher kleinen Hände) finden Platz. Dennoch fällt bei einem direkten Vergleich mit der D800 bzw. D810 auf, dass diese größeren Modelle deutlich satter und runder in der Hand liegen. Mir drückte zudem die etwas spitz geratene Wölbung, welche dem Daumen Halt geben soll, unangenehm in eben jenen.

Displayscharnier der Nikon D750

Nikon D750 von hinten mit sichtbarem Displayscharnier – © Überlicht (AR)

Die Displayhalterung wirkt beim ersten Anblick etwas befremdlich, kommt doch eine recht filigran erscheinende Scharnierkonstruktion beim Schwenken zum Vorschein. Davon sollte man sich allerdings nicht täuschen lassen, denn insgesamt wirkt die Mechanik angenehm stabil, wenn man sie benutzt.
Der Betriebsmodus (z. B. Blenden- oder Zeitautomatik) wird wie bei der D610 per Wählrad auf der (von hinten gesehen) linken Oberseite der Kamera definiert. ISO-Werte und Weißabgleich müssen so über die Knöpfe auf der Rückseite neben dem Display eingestellt werden. Wer sonst, wie wir, mit einer D800 arbeitet, wird sich in dieser Hinsicht erst umgewöhnen müssen. Auch die eckige Augenmuschel irritiert und erinnert uns an die alten Zeiten, in denen wir mit Nikons D200 und D300 fotografiert haben. Der Sucher erscheint allerdings genauso groß und hell, wie man es von anderen aktuellen Vollformatkameras gewöhnt ist. Bei der Augenmuschel scheint es sich somit lediglich um ein Detail zu handeln, welches die semiprofessionell von den professionell ausgerichteten Modellen unterscheidet.

Seitenansicht der Nikon D750 mit geschwenktem Display - © Überlicht (AR)

Seitenansicht der Nikon D750 mit geklapptem Display – © Überlicht (AR)

Was wir allerdings wirklich vermisst haben, ist ein Blitzsynchroanschluss an der Kamera. Für jeden Fotografen, der zumindest gelegentlich eine externe Blitzanlage ansteuern möchte, ist das Fehlen dieser Buchse ein echtes Ärgernis, da man sich erst mit einem Adapter für den Blitzschuh behelfen muss. Auch beim Blick auf den Fernauslöseranschluss reibt man sich verwundert die Augen. Seit der D200 kam bei uns immer ein MC-30 (bzw. kompatibler Fernauslöser) zum Einsatz. Dieser wird an der D750 nicht mehr funktionieren, hier benötigt man das neuere Modell MC-DC2.

ISO-Test

Da Nikon für die D750 einen neuen Bildsensor verspricht, interessiert uns natürlich seine Leistung. Vor allem in dunklen Situationen wie in der Dämmerung oder auf Feiern kann ein geringes Bildrauschen sehr wichtig sein. Daher haben wir eine Vergleichsreihe aufgenommen. Alle Fotos sind frei Hand entstanden und unterscheiden sich daher leicht, manche sind auch etwas verwackelt. Da die NEF-Dateien der D750 noch nicht von Capture NX-D geöffnet werden können, haben wir im Jpeg-Format (Fine) fotografiert und die Rauschreduzierung deaktiviert. Als Objektiv kam das ebenfalls neue AF-S NIKKOR 20 mm 1:1,8G ED abgeblendet auf f/2,8 zum Einsatz.

ISO-Vergleich der Nikon D750

ISO-Test der Nikon D750, von ISO 50 – 51200 – © Überlicht (AR)

Das Rauschen der Fotos hält sich bei geringen ISO-Werten erwartungsgemäß stark zurück. Bei ISO 1600 sieht man bereits etwas Struktur, bis ISO 6400 bleiben die Bilddaten jedoch für die meisten realen Einsatzzwecke verwendbar. Erst darüber leidet die Bildschärfe zunehmend unter dem Rauschen.

Preise

Die Nikon D750 kommt ab dem 22. September für 2149 € in den Handel. Ein Kit mit dem guten AF-S NIKKOR 24-85 mm 1:3,5-4,5G ED VR soll 2699 € kosten.

Update (21.09.2014)

Die Photokina ist heute zu Ende gegangen und wir haben ein kleines Video fertiggestellt. Darin finden sich unsere Eindrücke zur D750 noch einmal zusammengefasst.


Nikon stellt Weitwinkelobjektiv AF-S 20 mm 1:1,8G und Blitz SB-500 vor

Gestern hat Nikon nicht nur die neue D750, sondern mit dem AF-S NIKKOR 20 mm 1:1,8G ED auch ein neues, lichtstarkes Weitwinkelobjektiv sowie das SB-500, ein Systemblitzgerät mit integrierter Videoleuchte, präsentiert.

Nikon AF-S NIKKOR 20 mm 1:1,8G ED

Weitwinkelobjektiv Nikon AF-S NIKKOR 20 mm 1:1,8G ED – © Nikon

AF-S NIKKOR 20 mm 1:1,8G ED

Zwanzig Jahre nach dem Erscheinen des AF NIKKOR 20 mm 1:2,8D stellte Nikon gestern dessen Nachfolger, das deutlich lichtstärkere AF-S NIKKOR 20 mm 1:1,8G ED vor. Mit seinen 20 mm Brennweite bietet es einen starken Weitwinkel für Situationen mit schwacher Beleuchtung und ist so für Fotoreportagen, etwa in Innenräumen, prädestiniert. Zugleich kann dank der großen Offenblende bewusst mit Schärfe und Unschärfe gespielt werden. Für eine hohe Abbildungsleistung soll die neue optische Konstruktion mit jeweils zwei asphärischen und ED-Glas-Linsen sorgen, gegen unerwünschte Geisterbilder verspricht eine Nanokristallvergütung Abhilfe. Dennoch ist das Objektiv mit einem Gewicht von 335 g relativ leicht. Nahaufnahmen gelingen bereits ab einem Abstand von 20 cm und es können 77-mm-Filter eingesetzt werden.
Im Lieferumfang sind neben dem Objektiv eine passende Gegenlichtblende sowie ein praktischer Beutel enthalten. Das AF-S NIKKOR 20 mm 1:1,8G ED soll bereits ab dem 25. September zu einem Preis von 819 € im Handel verfügbar sein.

Nikon SB-500

Nikon SB-500 mit integrierter Videoleuchte – © Nikon

SB-500

Offensichtlich unterliegen nicht nur Kameras immer mehr dem Trend zunehmender Videofunktionalität, wie man am neuen Systemblitzgerät Nikon SB-500 sehen kann. Es verfügt auf der Vorderseite über eine integrierte LED-Leuchte, womit es nicht nur in der Fotografie, sondern auch bei Videoaufnahmen für eine gute Ausleuchtung sorgen kann. Das Videolicht arbeitet mit einer Farbtemperatur von 5400 Kelvin und entspricht somit in etwa der Farbe von Tageslicht. Es erreicht eine Beleuchtungsstärke von 100 Lux, welche sich bei Bedarf in drei Stufen per Schalter auf der Geräterückseite auf die Hälfte oder ein Viertel der Leistung herunterregeln lässt. Je nach eingesetzter Stromversorgung (Batterie oder Akku) soll die Energie für 30 – 60 Minuten Betrieb ausreichen. Somit kann die Leuchte neben einem Einsatz bei Videoaufnahmen auch zur akzentuierten Ausleuchtung beim Fotografieren interessant sein.
Zum Lieferumfang des Nikon SB-500 gehören eine passende Transporttasche sowie ein Standfuß zum Betrieb abseits der Kamera. Ab dem 25. September soll es zu einem Preis von 249 € in den Handel kommen.


Nikon D750 – Vollformatkamera für Fotografen und Filmer vorgestellt

Es war im Sommer 2008 als Nikon mit der D700 ein bislang ungekannt attraktives Kamerapaket schnürte und damit scharenweise Fotografen begeisterte. Im relativ kompakten Gehäuse saß der FX-Sensor aus dem Flaggschiff Nikon D3 und zauberte auch bei schlechten Lichtbedingungen rauscharme Fotos. Seitdem hat sich das Technikkarussell rasant weiter gedreht und so wurde 2012 die Nikon D800/E mit 36 Megapixeln Auflösung vorgestellt. Die einen waren von ihr begeistert, andere wünschten sich nach wie vor eine “echte” Nachfolgerin der D700, da sie die enorm hohe Auflösung nicht brauchen. Namentlich deutet die heute vorgestellte D750 nun stark auf diese Nachfolge hin. Was sie im Detail zu bieten vermag, klären wir im Folgenden.

Nikon D750 mit 20 mm 1:1,8G ED

Nikon D750 mit AF-S 20 mm 1:1,8G ED – © Nikon

Die fünfte aktuelle FX-Kamera von Nikon

Neben den Modellen D4s, D810, Df und D610 bringt Nikon mit der D750 bereits die fünfte aktuelle Vollformatkamera auf den Markt. Sie besetzt eine eigene Nische und soll sich vor allem an sehr aktive Fotografen richten. Herzstück ist ein neu entwickelter Sensor mit 24,3 Megapixeln Auflösung, welcher einen ISO-Bereich von 100 – 12.800 abdeckt und auf 50 – 51.200 erweiterbar ist. Serienaufnahmen mit 6,5 Bildern/s und Videoaufnahmen in 1080p mit bis zu 60 Vollbildern/s ermöglicht der flotte Bildprozessor EXPEED 4. Zwei SD-Speicherkartenslots sorgen dabei für eine ausreichend schnelle Speicherung der anfallenden Daten.

Rückseite der Nikon D750 - © Nikon

Rückseite der Nikon D750 – © Nikon

Ausstattung

Den professionellen Anspruch unterstreicht das aus Nikon D4s und D810 bekannte Autofokusmodul Multi-CAM 3500FX, welches im Gegensatz zu den Kameras D610 und Df (siehe Test) mit seinen 51 AF-Messfeldern einen deutlich größeren Bildbereich abdeckt und auch bei besonders schwachem Licht noch scharfzustellen vermag. Eine 100%-ige Bildabdeckung des Suchers kennt man bereits aus zahlreichen anderen Profikameras, ebenso wie ein gegen Staub und Feuchtigkeit abgedichtetes Gehäuse (840 g mit Akku und Speicherkarte). Neu hingegen ist der bewegliche 3,2-Zoll-Bildschirm (8cm Diagonale) mit 1,2 Millionen Bildpunkten. Dieser lässt sich zwar nicht frei schwenken, jedoch um 90° nach oben bzw. 75° nach unten neigen, wodurch etwa Aufnahmen über Kopf und in Bodennähe besser gelingen.

Neigbares Display an der Nikon D750

Seitenansicht der Nikon D750 mit neigbarem Display – © Nikon

Stark im Videobereich

Neben Display und hoher Bildfrequenz richten sich zahlreiche weitere Funktionen an ambitionierte Videoanwender. Das Signal lässt sich etwa parallel zu einer Aufzeichnung auf SD-Karte unkomprimiert über den HDMI-Ausgang ausgeben und so in höherer Qualität extern speichern. Hinzu kommt eine zuschaltbare Rauschunterdrückung, welche auch im höheren ISO-Bereich sauberes Filmmaterial verspricht. Besonders interessant dürfte ein neues Videomenü sein, welches die Steuerung von videospezifischen Funktionen erleichtern soll. Wenn gerade kein externes Mikrofon zur Verfügung steht, soll die Windgeräuschreduzierung des integrierten Stereomikrofons Abhilfe schaffen. Das integrierte Wifi-Modul erlaubt mittels der App “Wireless Mobile Utility” nicht nur das Übertragen bereits aufgenommener Fotos und Videos auf Tablet oder Smartphone, sondern auch die Fernsteuerung der Kamera von diesen.
Die Anordnung der Bedienelemente sowie die Größe der Kamera erinnern an die Nikon D600 Wenn man gerade keinen Aufsteckblitz zur Hand hat, kann man auf den integrierten Aufklappblitz zurückgreifen, der wie gewohnt auch externe Speedlight-Blitzgeräte steuern kann. Die Stromversorgung übernimmt der bereits aus vielen anderen Kameras bekannte Akku EN-EL15, welcher genug Energie für 1230 Fotos bzw. 55 Minuten Video liefern soll.

Preis und Verfügbarkeit

Bereits ab dem 23. September wird die Nikon D750 zu einem Preis von 2149 € bei den Händlern stehen. Im Kit mit dem guten AF-S NIKKOR 24-85 1:3,5-4,5G ED VR kostet sie 2699 € und mit dem AF-S NIKKOR 24-120mm 1:4G ED VR 2799 €. Letztere Kombination wird allerdings erst Ende Oktober verfügbar sein. Direkt zum Verkaufsstart bringt Nikon ebenfalls den neuen Multifunktionshandgriff MB-D16 für 299 € auf den Markt, welcher nicht nur weitere Akkus aufnimmt, sondern auch zusätzliche Bedienelemente bietet.

Nikon D750 mit Multifunktionshandgriff MB-D16

Nikon D750 mit Multifunktionshandgriff MB-D16 – © Nikon