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walimex pro 35/1,5 VDSLR-Objektiv für Nikon im Test

Aktuelle Spiegelreflexkameras nehmen nicht mehr nur Fotos, sondern auch Videos in zum Teil bestechender Qualität auf. Immer mehr Anwender verwenden daher diese relativ günstigen Kameras für anspruchsvolle Video- und Filmproduktionen. Die passenden Objektive zielen allerdings bislang hauptsächlich auf die Bedürfnisse von Fotografen ab, welche denen eines Filmers nicht unbedingt entsprechen müssen. Das VDSLR-Objektiv walimex pro 35 mm f/1,5 UMC von Foto Walser richtet sich nun in erster Linie an die Schöpfer von Bewegtbildern. Was es von einem normalen Foto-Objektiv unterscheidet und wie gut es sich zum Fotografieren eignet, möchten wir in diesem Test klären.

Walimex pro 35 mm f/1,5 Objektiv-Test VDSLR

walimex pro 35/1,5 AS UMC an einer Nikon D800 – © Überlicht (MB)

Lieferumfang, Ausstattung und erster Eindruck

Im Karton des walimex pro 35/1,5 befinden sich neben dem Objektiv die passenden Deckel und eine Tasche aus dünnem, samtigem Stoff. Der vordere Objektivdeckel ist ein sogenannter “Snap-On”-Deckel, den man besonders leicht aufsetzen und abnehmen kann. Die tulpenförmige Sonnenblende besteht aus stabilem Kunststoff und kann für den Transport platzsparend umgekehrt auf das Objektiv gesetzt werden. Ganz leicht ist diese lichtstarke Festbrennweite “Made in Korea” indes nicht, bringt sie doch 685 Gramm auf die Waage.

Test des Walimex pro 35/1,5 VDSLR-Objektiv lichtstark

Walimex pro 35/1,5 AS UMC für Nikon mit aufgesetzter Sonnenblende – © Überlicht (MB)

Auf den ersten Blick macht das 35/1,5 einen ungewohnten Eindruck: Wo man normalerweise das Gummi des Fokusrings erwarten würde, sitzt hier ein Zahnkranz aus Hartplastik. Und auch der Blendenring ist mit einem solchen Zahnkranz ausgestattet. Diese Zahnkränze machen das Objektiv ideal für den Einsatz an einem Rig mit Follow Focus (Schärfeziehvorrichtung). Auch auf den zweiten Blick würde man leicht von einem Metalltubus ausgehen, es handelt sich jedoch um hochwertig verarbeiteten Kunststoff in gesprenkelter Hammerschlagoptik, welche wunderbar zur Oberflächenstruktur von Nikon-Kameras passt. Leider besteht auch das Filtergewinde aus Plastik, was bei häufiger Benutzung zu einem Ausleiern führen könnte. Wichtiger ist jedoch das stabile Metallbajonett am entgegengesetzten Ende, da man Objektive in der Regel häufiger wechselt als Filter. Apropos Filter: Mit 77 mm hat das Gewinde praktischerweise den gleichen Durchmesser wie zahlreiche Profiobjektive von Nikon, sodass man sein vorhandenes Zubehör problemlos weiterverwenden kann.

Narzissen Unschaerfe Blumen gelb Test Walimex pro 35/1,5 VDSLR Vollformat

Narzissen vor dem Fenster, London (2013) – Nikon D800 & Walimex pro 35/1,5 (1/2000 sec, ISO 200) – © Überlicht (AR)

Das Äußere ist das Eine, viel wichtiger sind bei einem Objektiv jedoch die inneren Werte. Die Angabe der Offenblende mit f/1,5 mag diesbezüglich verwundern, ist bei lichtstarken Objektiven doch meistens f/1,4 üblich. Diese Besonderheit erklärt sich wiederum durch die Ausrichtung auf professionelle Anwender aus der Filmbranche. Während bei Fotoobjektiven die Blendenzahlen als rechnerische Größe ausgegeben werden, ist bei Filmobjektiven die Angabe der tatsächlich gemessenen Lichtstärke üblich. Von der Etikettierung abgesehen ist das optische Innenleben des walimex pro 35/1,5 VDSLR jedoch vollkommen identisch zu dem des walimex pro AE 35/1,4 UMC, die Lichtstärke ist die gleiche. Auf einen Autofokus muss man verzichten, erhält dafür jedoch einen mit angenehmem Widerstand ausgestatteten Fokusring zur manuellen Scharfstellung. Ein Detail fällt beim Blick auf den Blendenring vor allem Nikon-Fotografen auf: Es gibt keine rote Blendenzahl wie etwa beim walimex pro AE 85/1,4 (siehe Test). Dadurch kann die Blende nur über den Ring, nicht jedoch über die Kamera eingestellt werden und die entsprechenden Werte werden in den EXIF-Daten der Fotos nicht abgespeichert. Nutzer anderer Kamerasysteme dürften diese Einschränkung bereits von anderen manuellen Objektiven gewohnt sein.

Nachtrag (12.05.2013)

Ein Forenmitglied von dslr-forum.de hat mich darauf hingewiesen, dass die Blende und Brennweite durchaus in den EXIF-Daten gespeichert werden kann. Dazu muss man lediglich vorher das Objektiv im Kameramenü mit einem eigenen Profil einspeichern. Und schon werden die korrekten Blendenwerte auch auf dem Display und im Sucher angezeigt. Danke für den Hinweis!

Objektiv-Test des Walimex pro 35 mm f/1,5 VDSLR London Greenwich Strasse Gegenlicht

Über die Straße, Greenwich, London (2013) – Nikon D800 & Walimex pro 35/1,5 (1/5000 sec, ISO 200) – © Überlicht (AR)

Fotografieren mit einem Videoobjektiv

Ein lichtstarkes 35mm-Objektiv bietet sich geradezu für den alltäglichen Einsatz an. Nicht umsonst sind Generationen von Reportagefotografen mit dieser Weitwinkelbrennweite durch die Straßen der Welt gezogen. An einer DX-Kamera entspricht sie 52,5 mm (verglichen mit Kleinbild) und stellt somit ein Normalobjektiv dar. An FX-Kameras wie der D600 oder D800 erfordert der Weitwinkel jedoch auch ein nahes Herangehen an das abzubildende Motiv, sei denn man möchte es im Kontext seines Umfelds darstellen.

Millenium Bridge London Objektiv-Test Walimex Pro 35mm 1,5 VDSLR Offenblende

Fußgänger auf der Millenium Bridge, London (2013) – Nikon D700 & Walimex pro 35/1,5 (1/640 sec, ISO 100) – © Überlicht (AR)

Walimex Pro 35 mm VDSLR Sandwich in London Food 1,4 Objektiv-Test manuell Bokeh

Sandwiches zum Mittagessen, London (2013) – Nikon D800 & Walimex pro 35/1,5 (1/80 sec, ISO 200) – © Überlicht (AR)

Greenwich Cafe London Test Objektiv Walimex pro 35 mm VDSLR Nikon D800

Peter’s Café, Greenwich, London (2013) – Nikon D800 & Walimex pro 35/1,5 (1/100 sec, ISO 200) – © Überlicht (AR)

Setzt man das walimex pro 35/1,5 VDSLR zum ersten Mal an seine Kamera, werden die Fingerspitzen vom Zahnkranz am Fokusring irritiert. Spätestens nach ein paar Tagen hat man sich allerdings daran gewöhnt und genießt das angenehme manuelle Fokussieren mit diesem Objektiv. Anders als bei manchem Autofokusobjektiv hat man hier beim Drehen einen leichten Widerstand, der ein präzises manuelles Scharfstellen deutlich erleichtert. Vom Nahbereich (ca. 30 cm) bis Unendlich durchfährt man etwa mit einer 1/3 Drehung des Rings. Hilfreich ist dabei die Fokusanzeige im Sucher (bei Nikon-Kameras links unten), die mit kleinen Pfeilen anzeigt, ob man zu weit vorne oder hinten liegt und mit einem Punkt quittiert, sobald die Schärfe auf dem gewählten Fokuspunkt sitzt. Alternativ lässt sich im LiveView über das Kameradisplay gut die Schärfe legen. Ein Bisschen technische Hilfe oder viel Erfahrung sind allerdings nötig, da ein exaktes Fokussieren bei Offenblende nicht so leicht fällt wie etwa mit dem walimex pro AE 85/1,4 IF UMC. Dies liegt wohl an der Brennweite, die generell eine höhere Schärfentiefe erzeugt, jedoch das zu fokussierende Objekt bei gleichem Abstand kleiner abbildet.

Festbrennweite 35 mm walimex pro VDSLR-Objektiv Test an Nikon Horse Guard London

Wache vor Horse Guard, London (2013) – Nikon D700 & Walimex pro 35/1,5 (1/800 sec, ISO 800) – © Überlicht (AR)

London Mini auf der Strasse Walimex 35 mm getestet Blende 1,5 Belichtungszeit Daemmerung

NO ENTRY, London (2013) – Nikon D700 & Walimex pro 35/1,5 (1/8 sec, ISO 400) – © Überlicht (AR)

Der zweite Zahnkranz ziert den Blendenring, welchen man bei diesem Objektiv recht häufig verwendet. Da keine Blendenkupplung vom Objektiv zur Kamera existiert, muss die gewünschte Blende per Hand am Ring eingestellt werden. Der Übergang ist stufenlos, sodass jeder erdenkliche Zwischenwert eingestellt werden kann. Mangels eines entsprechenden Chips wird die genaue Blendenzahl allerdings nicht in den EXIF-Daten der Fotos festgehalten (dort steht immer nur Blende f/1). Aus diesem Grund fehlt unter den Fotos eine solche Angabe. Um die Blende präzise einstellen zu können, muss man jedes mal die Kamera vom Auge nehmen. Nikon-Fotografen sind in dieser Hinsicht bei der Verwendung manueller Objektive (ob alt oder neu) sicherlich verwöhnt, da sich die Blendenwahl bei den meisten Objektiven über die Kamera steuern lässt. Wer vorher bereits manuelle Objektive an Kameras von Canon oder Sony im Einsatz hatte, ist mit dem Umstand allerdings vertraut.

Nachtrag (12.05.2013)

Ein Forenmitglied von dslr-forum.de hat mich darauf hingewiesen, dass die Blende und Brennweite durchaus in den EXIF-Daten gespeichert werden kann. Dazu muss man lediglich vorher das Objektiv im Kameramenü mit einem eigenen Profil einspeichern. Und schon werden die korrekten Blendenwerte auch auf dem Display und im Sucher angezeigt. Danke für den Hinweis!

Walimex pro 35/1,5 VDSLR Wernigerode Schloss gepanzerter Stein-Greif

Gepanzerter Greif im Schnee, Schloß Wernigerode (2013) – Nikon D800 & Walimex pro 35/1,5 (1/400 sec, ISO 200) – © Überlicht (AR)

Hat man sich an den Umgang mit dem Objektiv gewöhnt, lernt man schnell seine Gestaltungsmöglichkeiten zu schätzten. Durch die große Offenblende kann man nicht nur besonders gut bei wenig Licht fotografieren, sondern auch mit Unschärfe gestalten. Gerade bei nahen Objekten verschwimmt der Hintergrund wunderbar zu einer weichen Unkenntlichkeit. Auch Regentropfen oder Schneeflocken lassen sich gut einfrieren und tragen zu einer enormen räumlichen Tiefe bei. Was jedoch im Fokus liegt, ist immer gestochen scharf. Bereits ohne einen genauen Vergleich der Testfotos wird das bei einem Blick auf das Kameradisplay schnell klar. So hat Marina das 35/1,5 gleich mit ins Studio genommen und für einige Still-Life-Aufnahmen verwendet, wobei es eine sehr gute Figur gemacht und uns mit seiner enormen Schärfe fast umgehauen hat.
Da man sehr nah an sein Motiv herangehen kann (die Schärfe lässt sich auf ca. 16 cm vor der Frontlinse einstellen), eignet sich das Objektiv sogar bis zu einem gewissen Grad für Makroaufnahmen.

Walimex pro 35-mm 1,5 VDSLR-Objektiv Test Still-Life im Studio Food scharf

Studioaufnahme von Pfannkuchen – Nikon D800 & Walimex pro 35/1,5 (1/2 sec, ISO 100) – © Überlicht (MB)

Filmen

Was zum Fotografieren recht ist, das ist zum Filmen billig – könnte man in Anlehnung an ein altes, deutsches Sprichwort glauben. Doch etwa im Falle eines kontinuierlichen Autofokus ist die “intelligente” Technik eher hinderlich und erzeugt meist ein amateurhaftes Ergebnis. Welches man bei diesem Objektiv dank ausschließlich manueller Fokussierung jedoch nicht befürchten muss.
Dass sich das walimex pro 35 mm 1:3,5 VDSLR nicht nur dem Namen nach an interessierte Kameraleute richtet zeigt neben den Zahnkränzen auch die Anbringung aller relevanter Beschriftungen. Denn beim Film steht der Kameraassistent (englisch=”focus puller”) links neben der Kamera, stellt die Blende ein und zieht die Schärfe nach. Sitzt die Kamera in einem Rig eingebaut, so vermag der Kameraassistent seinen Aufgaben allerdings nur nachzukommen, wenn er von der Seite sämtliche Skalen ablesen kann (wie es hier der Fall ist). Ein gutes Rig mit Follow Focus vorausgesetzt (welches wir nicht besitzen), wird auf diese Weise professionelles Arbeiten ermöglicht. Möchte man den Ton beim Video mit aufzeichnen, sollte man dazu am besten ein externes Mikrofon verwenden oder ein Abblenden während des Videos vermeiden. Denn bei der Verstellung der Blende hört man ein, wahrscheinlich von den ihren Federn erzeugtes, metallisches Klicken.
Von dieser schönen Theorie sieht man in unserem Video freilich relativ wenig, da die Clips lediglich nebenher bei einem Besuch in London entstanden sind. Unser Hauptaugenmerk lag dann wohl doch auf dem Fotografieren. Man sieht allerdings gut, dass durch die große Unschärfe filmische Effekte machbar sind und die hohe Lichtstärke auch im Dämmerlicht rauscharmes Filmen ermöglicht. Im Abspann kann man das oben erwähnte Klicken hören.

Bokeh

Wenn man schon ein Objektiv mit großer Lichtstärke verwendet, dann sollte auch die daraus resultierende Unschärfe schön anzusehen sein. Denn viele Betrachter fühlen sich durch einen unruhigen Hintergrund irritiert. Zu diesem Zweck haben wir die folgende Testreihe im Wald fotografiert, welche einen guten Eindruck davon gibt, wie Lichter vom 35/1,5 im unscharfen Hintergrund dargestellt werden. Es wird jeweils der obere Teil des Fotos verkleinert angezeigt.

Walimex pro 35/1,5 Video-Objektiv an Nikon D800 Bokeh-Test

Bei Offenblende zeigt was walimex pro 35/1,5 ein schönes Bokeh – © Überlicht (AR)

Gerade bei Offenblende f/1,4 und f/2 produziert das walimex pro 35 mm 1:1,5 ein ruhiges, weiches Bokeh, wie sich der unscharfe Bereich einer Fotografie nach seiner japanischen Bezeichnung nennt. Lichter werden dabei als gleichmäßig helle Scheiben abgebildet, die zum Rand hin ihre kreisrunde Form verlieren. Doch das verhält sich bei anderen lichtstarken Objektiven nicht anders, da das Licht am Rand des Bildkreises durch eine aus dieser Persektive ovale Blendenöffnung fällt. Blendet man weiter ab, werden die Lichter eckiger. Was allerdings nicht weiter schlimm ist, da man das Objektiv für eine größtmöglichen Tiefe am häufigsten ohnehin mit weit geöffneter Blende einsetzt.

Test Walimex 35 mm 1,5 VDSLR Foto Video an der Nikon D800 Schaerfe lichtstark

Riesenrad in der Pfütze, London Eye (2013) – Nikon D800 & Walimex pro 35/1,5 (1/80 sec, ISO 200) – © Überlicht (AR)

Abbildungsleistung

Wie bereits oben beschrieben, waren wir bereits nach den ersten Fotos von der Abbildungsleistung dieses Objektivs begeistert. Dennoch wollten wir es genau wissen und haben eine Testreihe mit allen vollen Blendenstufen aufgenommen. Das folgende Foto zeigt unser Testmotiv bei Blende f/1,5 an einer Nikon D800 (FX). Alle Einzelaufnahmen wurden im NEF-Format gemacht, in Nikon Capture NX2 konvertiert und anschließend mit Adobe Photoshop verarbeitet.

Walimex pro AE 85/1,4 an Nikon D700 bei Blende f/1,4 und f/8

Testmotiv fotografiert mit Blende f/1,5 an einer Nikon D800. Bewegen Sie die Maus über das Bild, um ein Foto mit Blende f/8 zu sehen.

Bei Blende f/1,5 fällt an Kanten mit starkem Hell-Dunkel-Kontrast, wie in der Bildmitte unseres Testmotivs, ein bläuliches Überstrahlen auf. Doch bereits bei Blende f/2 ist es komplett verschwunden und macht einem durchaus scharfen Gesamteindruck Platz. Ab Blende f/2,8 läuft das Objektiv zur Bestform auf und begeistert mit einer fantastischen Schärfe. Vor allem wenn man bedenkt, dass die Testbilder an einer Nikon D800 entstanden sind, welche mit 36 Megapixeln eine der höchstauflösenden Kleinbildspiegelreflexkameras darstellt und nur von ihrem Schwestermodell D800E (siehe Test) noch getoppt wird.
An den Bildrändern zeigt sich diese enorme Schärfe zwar erst ab Blende f/4, doch in der Praxis wird man sein Hauptmotiv ohnehin selten komplett in die Ecke legen. Bei Offenblende zeigt sich zudem eine deutliche Vignettierung der Bildränder, welche jedoch ab Blende f/2,8 praktisch vollständig verschwindet. Uns gefällt eine gut eingesetzte Vignettierung auf Fotos ohnehin. Wen sie allerdings stören sollte, der kann sie ganz einfach per Software entfernen.

Walimex pro 35/1,5 Nikon FX Mittenschaerfe

Bildmitte, 100%iger Ausschnitt

Walimex pro 35/1,5 Nikon D800 FX Randschaerfe

Linke obere Ecke, 100%iger Ausschnitt

Fazit

Mit den Tätigkeitsbereichen verändern sich auch die Werkzeuge der Fotografen. Da heute immer mehr Videos nachgefragt werden, werden spezielle Videoobjektive in Zukunft sicher häufiger zu sehen sein.
Das walimex pro 35/1,5 VDSLR bietet als solches neben seinen Zahnkränzen eine gute Verarbeitung und ausgezeichnete Bildqualität, die auch beim Fotografieren keine Wünsche offen lässt. Wer als Fotograf auf einen Autofokus verzichten und mit der manuell einzustellenden Blende leben kann, erhält ein tolles Objektiv, welches sich hinter dem um 1300 € teureren Nikon AF-S Nikkor 35 mm 1:1,4G (hier geht’s zum Test) nicht zu verstecken braucht.
Wer auf die Videofunktion keinen großen Wert legt, kann wahlweise zum Zwillingsobjektiv walimex pro AE 35/1,4 greifen, welches dank identischer optischer Konstruktion eine ebenso herausragende Bildqualität bieten dürfte. Eine günstige, weniger lichstarke Alternative kann das AF Nikkor 35 mm 1:2D (zum Test) darstellen, welches jedoch optisch eher in der zweiten Liga spielt.

Das Objektiv wurde uns für diesen Test freundlicherweise von der WALSER GmbH & Co KG zur Verfügung gestellt.

London Street Photography Walimex 35 mm f/1,5 VDSLR Test Nacht Dunkel D700

Rinnstein der Oxford Street, London (2013) – Nikon D700 & Walimex pro 35/1,5 (1/20 sec, ISO 1000) – © Überlicht AR)

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6 Kommentare zu “walimex pro 35/1,5 VDSLR-Objektiv für Nikon im Test”

  1. Ich besitze das Objektiv auch, Problem mit der Linse ist die schlechte Kalibrierung. Meins z.B. wird im unendlich Bereich unscharf, der tatsächliche Unendlich-Bereich ist irgendwo bei der Angabe 3m, andere Besitzer hatten ähnliche Abweichungen. Ja, man gewöhnt sich dran und nach einer Zeit kann man damit Leben. Man sollte seine Version aber nach Erhalt testen und ggf umtauschen bis man eins erwischt das halbwegs einwandfrei kalibriert ist (Kein Qualitätsmanagement und Produktion in Korea erklärt halt den günstigen Preis). Im Videobereich in dem Preissegment unschlagbar trotz der Macken, im Fotoeinsatz ist mein Fazit eher “naja” – weil halt Spontanshots fast nicht möglich. Im Studio oder wenn man Zeit hat siehts natürlich anders aus.

  2. Gibt es eine Möglichkeit, sich bei einer Canon (600D) und selbigem Objektiv die korrekten Blendenwertes ebenfalls anzeigen zu lassen? Würde mich über ein “HowTo” freuen!

  3. Finn,kein Chip im Objektiv – keine Anzeige. scheint also nicht zu gehen.Aber vlt hilft dir das: wenn vorher ein anderes Objektiv auf der Canon war dann stimmt die Liveview vorschau nicht – scheinbar speichert die Camera den vorherigen Blendenwert des Objekivs – (ist bei meiner 60D zumindest so der Fall mit “vintage” manuellen Objektiven und dem Walimex). Ein Workaround – der zumindest halbwegs brauchbar ist wäre “modernes” Objektiv draufschrauben, auf Lichtstärkste Zahl stellen und dann wieder wechseln. Dann hast du im Still-mode wenigstens eine halbwegs brauchbare Vorschau. Funktioniert in beide Richtungen, bei zu hellem und dunklen LCD. Nicht die schönste Lösung, funktioniert aber und du siehst zumindest wie das Ergebnis seien wird auch wenn es dir die Blendenzahl nicht in der Cam anzeigt (steht ja zumindest immernoch auf dem Objektiv welche Blende man gewählt hat). Hoffe dies hilft.

  4. mhh schade…
    das von dir beschriebene Problem mit dem verfälschten Liveview kann ich nicht bestätigen. Bei mir zeigt die Kamera bei Blendenwert einfach immer “F00″ an, und im Prinzip kann ich keine Abweichung von der Liveview und dem aufgenommenen Bild feststellen. Aber vielleicht hatte ich glück, weil ich vorher glaub ich das F1,8, 50mm objektiv von Canon verwendet habe und ich mich bei dem Walimex eh meistens in einem gebiet um F2,0 bewege… Aber gut zu wissen, falls ich mal ein anderes Objektiv verwenden sollte und die Vorschau auf einmal rumspinnt.

  5. ja 1.8 ist naha an den 1.4 dran – ich hatte vorher die Kitlinse drauf da das Walimex erst 1 Tag später kam und auch nicht drauf geachtet beim abnehmen nicht auf die Blende geachtet. Später dann 1.4 50mm draufgeschraubt, dann ging auch das Walimex 35mm im Liveview plötzlich.Falls Du also einmal nen Problem hast und vorher nen anderes Objektiv drauf hattest, hast Du nun ne Lösung dafür. Die Anzeige ist bei mir übrigens die selbe wie bei Dir – gewöhnt man sich auch dran…

  6. Seltsamerweise ist das Problem übrigens nur im Still-Mode, im Videomode stimmt die Vorschau…

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